Elektronischer Bezahldienst
Google setzt Ebay unter Druck

Der Suchmaschinen-Betreiber Google will noch in diesem Jahr einen eigenen elektronischen Bezahldienst einrichten. Mit den Provisionen könnte sich das Unternehmen zunehmend unabhängig vom Online-Werbegeschäft machen - und versetzt dem Konkurrenten Ebay einen herben Schlag.

HB DÜSSELDORF. Zuletzt kamen noch 99 Prozent des Google-Umsatzes von 3,2 Milliarden Dollar aus Werbeeinnahmen. Der Suchmaschinen-Betreiber will noch in diesem Jahr einen eigenen elektronischen Bezahldienst einrichten, berichtete das Wall Street Journal. Google erweitert mit dem Angebot nicht nur den eigenen Geschäftsbereich, das Unternehmen tritt auch in direkte Konkurrenz zu Paypal – der Internet-Bezahldienst war bisher Marktführer. Er gehört seit 2002 zu Ebay.

Google selbst nannte bislang keine Einzelheiten. Der neue Dienst soll dem Angebot von Paypal jedoch sehr ähnlich sein, so das Wall Street Journal weiter. Das heißt konkret: Auch hier können die Kunden ihre Einkäufe über ihre Kreditkarte bezahlen. Bisher akzeptierte Google Kredit-Karten nur für wenige Geschäftsbereiche, etwa für Werbung und kundenspezifische Suche.

Für Ebay wäre ein Einstieg von Google in den elektronischen Bezahldienst ein herber Schlag, sagte auch der Internet Analyst Safa Rashtchy. Immerhin zog das Online-Auktionshaus im letzten Jahr 23 Prozent seiner Einkünfte aus dem Paypal-Angebot. Umgekehrt kamen 71 Prozent der Paypal-Einkünfte aus den Ebay-Auktionen. Gegründet als Portal, mit dem sich Personen gegenseitig Geld überweisen konnten, hat sich Paypal in den letzten Jahren vor allem als Partner für die Ebay-Auktionen etabliert. Zuletzt hatte Ebay sogar versucht, die Tochter als Zahlungsmittel auf andere Webseiten zu übertragen.

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