Emotionale Hauptversammlung: Apple rüstet sich für die Zeit nach Steve Jobs

Emotionale Hauptversammlung
Apple rüstet sich für die Zeit nach Steve Jobs

Die Hauptversammlung von Apple ist von einem Thema beherrscht worden: Wer wird Nachfolger von Steve Jobs? Auf dem emotionalen Treffen der Aktionäre wurden heute Nacht wichtige Weichen gestellt. Ein Bericht aus Cupertino.
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CupertinoDie kalifornische Sonne macht geduldig. Schon früh morgens wärmt sie freundlich die Schar von Aktionären, die sich an diesem Mittwoch im Februar geduldig wartend auf dem Apple Campus am Infinite Loop 4 eingefunden hat. Der Altersschnitt geht hart auf die 60 Jahre zu, aber die herüberfliegenden Wortfetzen stammen aus dem Repertoire der Enkel: Warum synchronisiert mein iPad nicht, warum stürzt diese App immer ab, hast Du dieses Programm schon probiert und wann kommt das nächste iPhone raus? Der Tech-Talk verkürzt die Wartezeit, bis sich um neun Uhr die Türen der Hauptversammlung öffnen, bis sie sich einen Platz ganz vorne sichern können. Vorne, bei ihrem Idol, bei Steve Jobs - wenn er denn kommt.

Er kommt nicht. Dafür jemand anderes. „Guten Morgen. Für die, die mich noch nicht kennen: mein Name ist Tim Cook, ich bin COO der Apple Inc.“ Tim Cook, drahtige Figur, kantiges Gesicht und akkurat links gescheiteltes graues Haar, kennt seinen Platz in der Rangordnung. Er hat sich in die Apple-Blue-Jeans-Einheitsuniform geworfen, eine Wasserflasche in der Hand und schaut freundlich in die stille Runde. Kein Applaus brandet auf, keine Jubelrufe, das große Auditorium ist mittlerweile prall gefüllt.

Noch ist er für diese eingeschworene Gemeinde ein Neutrum, temporärer Ersatz, ein Steve-Jobs-Lehrling, der Harry Potter der High-Tech-Industrie, der sich seine Sporen und ihr Vertrauen erst noch erdienen muss. Hier werden dem Vorstand in der späteren Fragerunde nicht barsch ein paar Sätze hingerotzt, mit der Aufforderung einer klaren Antwort.

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