Entscheidung über Joint Venture mit Sony noch offen
„In Zeiten knappen Angebots muss fair verteilt werden“

Der Kampf um die Konsumelektronikmärkte der Zukunft spitzt sich weiter zu. Jong-Yong Yun, Vice Chairman & CEO von Samsung Electronics Co. Ltd. schließt nicht aus, dass Samsung seine Geschäftsbeziehungen zu Herstellern wie etwa Dell oder HP überdenken muss, weil sich die Konkurrenzsituation verändert.

HB/pos ISTANBUL. Große amerikanische PC- oder Monitor-Hersteller sind auf der einen Seite Kunden von Samsung im Komponentenbereich, haben kürzlich aber auch angekündigt, in den Markt für Großbildschirm-TV-Geräte einsteigen zu wollen. Doch gerade hier hat auch Samsung ehrgeizige Pläne. Und im Unterschied zu Samsung haben die Amerikaner keine eigenen Produktionskapazitäten für die flachen LCD-Panel, die zentralen Einheiten der neuen Heimkinos. Die gibt es nur in Japan, Korea und China. Und die weltweite Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot. Nächstes Jahr wird Samsung als erster eine Panel-Fabrik der „7. Generation“ hochfahren. Von Generation zu Generation steigt die Größe der möglichen Bildschirme und sinken die Produktionskosten: Laut Samsung jeweils bis zu 30 %.

Eric B. Kim, Executive Vice President Marketing, sieht die Situation relativ gelassen. Er betonte im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass jede Samsung-Division sich eigenständig behaupten müsse. Es gebe also automatische Bevorzugung der Samsung-TV-Sparte durch die Panel-Fabriken. „Allerdings“, räumt er ein, „in Zeiten knappen Angebots muss auf fairer Basis verteilt werden.“ Doch das habe in der Vergangenheit bei anderen Produkten wie Speicherbausteinen schon funktioniert.

Die Rücksichtnahme hat Gründe. Im Gegensatz zu anderen. Konsumelektronikunternehmen weist Samsung derzeit steigende Gewinne aus: Der Nettogewinn wuchs im dritten Quartal um gut 6 % auf umgerechnet 1,35 Mrd. Euro (1,84 Billionen Won). Der Umsatz legte um 15 % auf 11,26 Billionen Won oder 8,27 Mrd. Euro zu. Den mit Abstand höchsten Gewinn steuerte allerdings die Chipsparte bei. Eine echte Verärgerung großer Chip-Abnehmer – wie etwa Nokia bei Mobiltelefonen - könnte sich Samsung in diesem extrem wettbewerbsintensiven Markt kaum leisten.

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