Enttäuschende Prognose
Palm schockiert Anleger

Die Fragen, ob Palm noch zu retten ist, wollen nicht verstummen. Der Taschencomputer-Hersteller hat im abgelaufenen Quartal nach Verzögerungen bei einem wichtigen neuen Produkt einen Verlust verzeichnet und die Anleger massiv enttäuscht.

Die Firma gehört zu den Pionieren auf dem boomenden Markt für smarte Handys, gab ihren Vorsprung jedoch durch schlechte Produktplanung und zu zögerliche Innovation an Wettbewerber wie den Blackberry -Hersteller Research In Motion ab. Trotz einer kräftigen Finanzspritze und der Vorstellung des neuen Handy-Modells "Centro" wurden für das zweite Geschäftsquartal enttäuschende Ergebnisse erwartet. Und das zu Recht.

In dem am 30. November beendeten Quartal sackte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 393 auf knapp 350 Mill. Dollar. Gegenüber einem Reingewinn von 12,8 Mill. Dollar im Vorjahr weist Palm in diesem Jahr einen Verlust von 9,6 Mill. Dollar oder 9 Cent pro Aktie aus.

Analysten hatten im Schnitt mit 352 Mill. Dollar Erlösen und 6 Cent pro Aktie Verlust gerechnet. Für das laufende Weihnachtsquartal schockte Palm mit der Prognose eines weiteren Umsatzrückgangs auf 310 bis 320 Mill. Dollar und einem erwarteten Verlust pro Anteil von 31 bis 33 Cent. Verzögerungen bei der Einführung des neuen Treo-755-Modells sowie höher als erwartete Garantiekosten durch Qualitätsprobleme trugen zur Verschlechterung der Ergebnisse bei.

Positiv vermerkt das Unternehmen unter anderem die Kapitalspritze in Höhe von 325 Mill. Dollar von der Anlagefirma Elevation Partners. Wie es heißt, will Palm für künftige Quartale keine finanziellen Prognosen mehr abgeben.

Der Kurs der Palm -Aktie, der im regulären Handel zugelegt hatte, knickte nachbörslich ein und gab um 8,4 Prozent nach.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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