Erfolge für van Houten
Medizintechnik schiebt Philips an

Philips kommt in Fahrt: Dank eines Zukaufs und stärkeren Geschäften bei der Medizintechnik kann der Konzern den Gewinn deutlich steigern. Auch das Effizienzprogramm von Firmenchef Frans van Houten gewinnt an Fahrt.
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DüsseldorfMit einem Kurssprung um mehr als drei Prozent hat die Börse am Montagmorgen auf die besser als erwarteten Quartalszahlen des niederländischen Konzerns Philips reagiert. Nach einem schwachen Jahresauftakt hat das Unternehmen im zweiten Quartal dank eines Zukaufs und stärkerer Geschäfte in der Medizintechniksparte an Fahrt gewonnen.

Auch der schwache Euro half den Niederländern: Der Nettogewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 13 Prozent auf 274 Millionen Euro. Der Umsatz stieg dank des Zukaufs der US-Medizintechnikfirma Volcano um rund ein Fünftel auf knapp sechs Milliarden Euro. Ohne die Akquisition wäre der Konzern rund drei Prozent gewachsen

Das Medizintechnikgeschäft, das für knapp die Hälfte des Umsatzes von Philips steht, wuchs dank der Volcano-Akquisition um 29 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro. Ohne Volcano gerechnet legte die Sparte um acht Prozent zu, und entwickelte sich damit deutlich besser als noch zu Jahresbeginn.

Philips steckt mitten in einem großen Umbauprogramm. Der Konzern will sich bis von seiner Lichtsparte trennen, die unter hohem Margendruck steht. Einen Teil der Sparte hatte Philips vor ein paar Monaten bereits für 2,8 Milliarden Dollar an einen Investmentfonds verkauft. Der Rest soll verkauft oder an die Börse gebracht werden. Der Traditionskonzern will sich künftig auf die Medizintechnik und kleinere Elektrogeräte konzentrieren.

Außerdem hat Firmenchef Frans van Houten dem Konzern ein Effizienzprogramm verordnet. Das zeigt nun Wirkung. So konnten im zweiten Quartal im Verwaltungsbereich, beim Einkauf und in der Produktion zusammen 180 Millionen Euro eingespart werden.

Van Houten plant weiterhin in diesem Jahr mit einem leichten Wachstum und besserer operativer Entwicklung. Allerdings macht dem Konzernchef die Konjunkturentwicklung vor allem in China, Russland und Lateinamerika Sorgen.

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