Ergebnis übertrifft Prognosen
Peoplesoft unterm Strich im Minus

Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Peoplesoft ist im dritten Quartal 2003 im Jahresvergleich operativ in die roten Zahlen gerutscht. Nichtsdestototz treibt das Unternehmen seinen Börsenwert mit einer starken Geschäftsentwicklung weiter in die Höhe und erschwert damit dem größeren Konkurrenten Oracle die geplante feindliche Übernahme.

HB NEW YORK. Peoplesoft berichtete am Donnerstag Quartalszahlen, die wie bereits angekündigt die eigenen Erwartungen übertrafen, und hob zugleich die Ergebnisprognose für das laufende Vierteljahr an. Der Peoplesoft-Aktienkurs reagierte mit Kursgewinnen auf die Nachrichten und entfernte sich damit immer weiter von dem Preis, den Oracle den Peoplesoft-Aktionären bietet.

Vor Einmalposten wies das Unternehmen im dritten Quartal einen Gewinn je Aktie von 17 Cent aus und übertraf damit die durchschnittliche Analystenprognose von elf Cent. „Die Ergebnisse sind besser, als wir erwartet haben, aber es ist nicht so überraschend“, sagte Charles Di Bona, Analyst bei Bernstein.

Unter dem Strich drückten indes Sonderbelastungen durch die Übernahme des kleineren Wettbewerbers J.D. Edwards und eine Kundenoffensive zur Abwehr der Oracle-Offerte das Unternehmen in die roten Zahlen. Der Nettoverlust belief sich auf 7,3 Mill. Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 44,6 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz legte um knapp ein Drittel auf rund 624 Mill. Dollar zu. Die viel beachteten Erlöse aus dem Verkauf von Softwarelizenzen stiegen ebenfalls um knapp ein Drittel auf 160 Mill. Dollar.

Für das laufende vierte Quartal hob das Unternehmen die Ergebnisprognosen an und begründete dies mit einem verbesserten Geschäftsumfeld in der Technologiebranche und Kostensenkungen. Demnach rechnet Peoplesoft mit einem Gewinn vor Sonderposten von 18 bis 19 Cent je Aktie. Den Umsatz sagte Peoplesoft mit 625 bis 640 Mill. Dollar voraus und die Softwarelizenz-Erlöse mit 170 bis 185 Mill. Dollar. Von Reuters befragte Analysten rechnen demgegenüber bislang im Schnitt einen Gewinn vor Sonderposten von lediglich 16 Cent je Aktie sowie einem Konzernumsatz von rund 633 Mill. Dollar.

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