Ergebnisrückgang verbucht
Gewinneinbruch bei Colt Telecom

Angesichts des harten Preiswettbewerbs im Markt hat der europäische Telekom-Anbieter Colt Telecom im vergangenen Quartal operativ einen Gewinneinbruch verzeichnet.

HB LONDON. Um sein künftiges Wachstum in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern, will das auf Firmenkunden spezialisierte Unternehmen seine Geschäftsstrategie ändern. Demnach sollen künftig verstärkt kleinere und mittelgroße Betriebe als Kunden gewonnen werden, wie Colt am Mittwoch mitteilte. Nach den Worten von Konzernchef Jean-Yves Charlier setzt das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien weiter auf Eigenständigkeit und erwartet in naher Zukunft auch keine größeren Zusammenschlüsse in der Branche.

Für das dritte Quartal wies Colt einen 23-prozentigen Rückgang beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 33,4 Mill. Pfund (rund 48 Mill. €) aus und lag damit etwas über der durchschnittlichen Analystenprognose. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust, der mit 31,8 Mill. Pfund um elf Prozent geringer ausfiel als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte wechselkursbereinigt um sieben Prozent auf 303,7 Mill. Pfund zu und übertraf damit ebenfalls leicht die Expertenerwartung von 300 Mill. Pfund.

Colt - der Name stand einst verkürzt für „City of London Telecom“ - ist mittlerweile in 13 europäischen Ländern in 32 Städten vertreten. In Deutschland ist das Unternehmen neben dem auf das Privatkundengeschäft fokussierten Anbieter Arcor einer der größten Konkurrenten der marktbeherrschenden Deutschen Telekom.

Der seit August amtierende Colt-Chef Charlier machte deutlich, dass sein Unternehmen ungeachtet des hohen Konkurrenzdrucks Fusionen mit Wettbewerbern ausschließt. „Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichend Wettbewerbsvorteile haben, um zu wachsen und dieses Unternehmen aus eigener Kraft profitabel zu machen“, sagte er in einer Telefonkonferenz. Zugleich äußerte er die Einschätzung, dass der Preiskampf im Markt für Firmenkunden anhalten werde.

An der Börse tendierte der Colt-Aktienkurs am Vormittag mit dem Markttrend 0,6 % schwächer bei 41,72 Pence. Das Unternehmen hat in diesem Jahr bislang rund 55 % seines Börsenwertes verloren

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