Eric Schmidt

Facebook ist Eric Schmidts Nemesis

Eric Schmidt nimmt alle Schuld auf sich. Der Ex-Google-Chef hat sich dazu bekannt, Facebook unterschätzt - und nichts dagegen unternommen zu haben. Nicht sein einziges Bekenntnis.
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Eric Schmidt war lange Zeit der Chef von Google. Quelle: dpa

Eric Schmidt war lange Zeit der Chef von Google.

(Foto: dpa)

Palos Verdes/BerlinDer frühere Google-Chef Eric Schmidt blickt reumütig auf vertane Chancen im Zusammenhang mit der Entwicklung sozialer Netzwerke zurück. „Wir haben uns enorm bemüht, uns mit Facebook zusammenzutun“, sagte Schmidt am Dienstag auf einer Konferenz des Technologieblogs „AllThingsD“. Facebook - heute das weltweit größte Online-Netzwerk - habe dies stets abgelehnt. Wie die Partnerschaft mit Facebook aussehen sollte, verriet der Manager nicht. Er sagte lediglich, dass die Google-Suche von einem Zugang zu Daten von Facebook-Nutzern profitieren könnte. Zugleich kam Schmidt auf Fehler in seiner zehnjährigen Zeit als Google-Chef zu sprechen. Er habe die Gefahren durch Facebook unterschätzt. „Ich wusste, dass ich etwas tun muss, und ich habe es nicht getan“, sagte Schmidt, der nun Direktoriumsvorsitzender des US-Internetkonzerns ist.

Google ist der weltgrößte Suchmaschinenanbieter. Das Hauptgeschäft mit Werbeanzeigen befindet sich zunehmend unter Druck durch den Erfolg von rasant wachsenden Internetunternehmen wie Facebook und Groupon sowie des starken Rivalen Apple. Google versucht daher, neue Märkte zu erobern. So bietet der Konzern in den USA einen eigenen Online-Schnäppchendienst in Konkurrenz zu Groupon an und will ein Handy-Bezahlsystem aufbauen.

Welche Superreichen für Gates und Buffett spendeten
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Warren Buffett und Bill Gates sind als Initiatoren längst mit gutem Beispiel vorangegangen: Buffett hatte bereits 2006 in einem beispiellosen Schritt erklärt, 99 Prozent seines Vermögens der Bill & Melinda Gates Stiftung und Familien-Wohltätigkeitsorganisationen zu vermachen. Auch Gates und seine Frau Melinda (Foto, mitte) haben bislang mehr als 28 Mrd. Dollar an ihre Stiftung gegeben. Foto: dpa

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Bill Gates ist laut Forbes-Liste mit einem Vermögen von 53 Mrd. US-Dollar nach dem Mexikaner Carlos Slim der zweitreichste Mann der Welt, dicht gefolgt von Buffett, der mit 47 Mrd. Dollar den dritten Platz belegt. Die beiden Könige unter den Superreichen der USA pflegen einen engen Draht und sind seit Jahren als Aushängeschilder und Saubermänner der US-Wirtschaft unterwegs. Foto: Reuters

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Bald nach ihrer ersten Begegnung Anfang der neunziger Jahre soll Altstar Buffett dem Aufsteiger Gates das sogenannte "Evangelium des Reichtums" des Stahlbarons Andrew Carnegie in die Hand gedrückt haben. Darin schreibt Carnegie über die gesellschaftliche Verantwortung der Superreichen, die den Übergang von der christlich motivierten Caritas zur professionellen Philanthropie markierte. Foto: Reuters

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Bei ihrer jüngsten Kampagne haben sich Buffett und Gates zum Ziel gesetzt, Hunderte Superreiche zu überzeugen, einen Großteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod zu spenden und dies auch öffentlich in einer Absichtserklärung zu geloben. Rund 80 Reiche haben die beiden angerufen, "ohne viel Druck zu machen", wie sie sagen. 40 davon schlossen sich mit dem Versprechen einer von Microsoft-Gründer Bill Gates und Investment-Guru Warren Buffett im Juni ins Leben gerufenen Kampagne an. Foto: ap

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Die Initiative von Gates und Buffett wird selbst kein Geld annehmen, sondern Milliardäre aufrufen, für wohltätige Zwecke tief in die Tasche zu greifen. Wer in dem exklusiven Club Mitglied sein will, muss sich an eine Regel halten: Mindestens 50 Prozent seines Vermögens abzugeben. Es sei kein juristischer Vertrag sondern ein moralisches Versprechen. Foto: Reuters

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Warren Buffett Vermögen: 47 Mrd. Dollar Warren Buffett hatte schon vor einigen Jahren gesagt, dass er 99 Prozent seines Vermögens in die Gates-Stiftung übertragen will. Damals betrug sein Vermögen noch 44 Mrd. Dollar, heute steht es nach überstandener Finanzkrise laut "Forbes" bei 47 Mrd. Dollar. Damit ist Buffett das Schwergewicht unter den Spendern. Aber auch die übrigen Reichen bringen alles andere als Kleckerbeträge ein. Die Übersicht ... Foto: Reuters

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Paul Allen Vermögen: 13,5 Mrd. Dollar Paul Allen hat 1975 gemeinsam mit Bill Gats Microsoft gegründet. Die beiden waren im Laufe der Jahre was das Geschäft anging nicht immer einer Meinung, aber beim Spenden sind sie es. Wieviel Prozent seines Vermögens Paul Allen genau spendet, ist (noch) nicht beknant. 50 Prozent der 13,5 Mrd. Dollar werden es vor oder nach seinem Tod aber mindestens sein. Foto: Reuters

Facebook eilt in der Zwischenzeit von Erfolg zu Erfolg. Das soziale Netzwerk hat in Deutschland eine Schallmauer durchbrochen: Das Online-Netzwerk verzeichnet 20 Millionen aktive Nutzer. Allein in den vergangenen vier Monaten seien vier Millionen neue Mitglieder hinzugekommen, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Damit sei inzwischen fast jeder vierte Nutzer in Deutschland bei Facebook unterwegs. 50 Prozent der Nutzer besuchen das Netzwerk sogar täglich.

Bei der Zählung berücksichtigt das US-Unternehmen alle, die sich mindestens einmal im Monat anmelden. Damit hat der heutige Marktführer eine rasante Entwicklung gemacht: Im Oktober 2008 waren erst 1,2 Millionen Menschen in Deutschland beim heutigen Marktführer registriert.

Weltweit zählt Facebook über 600 Mitglieder und hat damit alle Konkurrenz hinter sich gelassen. Der Umsatz wird auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt. Für nächstes Jahr plant das Unternehmen den Gang an die Börse. Nach dem jüngsten Hype um den Börsengang des Karrierenetzwerks LinkedIn, das mit seinen 100 Millionen Mitgliedern aus dem Stand seinen Wert auf fast neun Milliarden Dollar mehr als verdoppelt hatte, könnte Facebook durchaus für Überraschungen sorgen.

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2 Kommentare zu "Eric Schmidt: Facebook ist Eric Schmidts Nemesis"

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  • Facebook, was für eine Idee?

    Es gibt mehr Foren, wie Facebook, die gleich sind. Z. B.
    Wer kennt wen, u. ä.. Nur die Amis schaffen es altes als
    neu zu verkaufen und damit Geld zu machen.

  • "Weltweit zählt Facebook über 600 Mitglieder..."
    äh ja..davon hab ich 518 als Freunde xD

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