Eric Schmidt
Facebook ist Eric Schmidts Nemesis

Eric Schmidt nimmt alle Schuld auf sich. Der Ex-Google-Chef hat sich dazu bekannt, Facebook unterschätzt - und nichts dagegen unternommen zu haben. Nicht sein einziges Bekenntnis.
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Palos Verdes/BerlinDer frühere Google-Chef Eric Schmidt blickt reumütig auf vertane Chancen im Zusammenhang mit der Entwicklung sozialer Netzwerke zurück. „Wir haben uns enorm bemüht, uns mit Facebook zusammenzutun“, sagte Schmidt am Dienstag auf einer Konferenz des Technologieblogs „AllThingsD“. Facebook - heute das weltweit größte Online-Netzwerk - habe dies stets abgelehnt. Wie die Partnerschaft mit Facebook aussehen sollte, verriet der Manager nicht. Er sagte lediglich, dass die Google-Suche von einem Zugang zu Daten von Facebook-Nutzern profitieren könnte. Zugleich kam Schmidt auf Fehler in seiner zehnjährigen Zeit als Google-Chef zu sprechen. Er habe die Gefahren durch Facebook unterschätzt. „Ich wusste, dass ich etwas tun muss, und ich habe es nicht getan“, sagte Schmidt, der nun Direktoriumsvorsitzender des US-Internetkonzerns ist.

Google ist der weltgrößte Suchmaschinenanbieter. Das Hauptgeschäft mit Werbeanzeigen befindet sich zunehmend unter Druck durch den Erfolg von rasant wachsenden Internetunternehmen wie Facebook und Groupon sowie des starken Rivalen Apple. Google versucht daher, neue Märkte zu erobern. So bietet der Konzern in den USA einen eigenen Online-Schnäppchendienst in Konkurrenz zu Groupon an und will ein Handy-Bezahlsystem aufbauen.

Facebook eilt in der Zwischenzeit von Erfolg zu Erfolg. Das soziale Netzwerk hat in Deutschland eine Schallmauer durchbrochen: Das Online-Netzwerk verzeichnet 20 Millionen aktive Nutzer. Allein in den vergangenen vier Monaten seien vier Millionen neue Mitglieder hinzugekommen, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Damit sei inzwischen fast jeder vierte Nutzer in Deutschland bei Facebook unterwegs. 50 Prozent der Nutzer besuchen das Netzwerk sogar täglich.

Bei der Zählung berücksichtigt das US-Unternehmen alle, die sich mindestens einmal im Monat anmelden. Damit hat der heutige Marktführer eine rasante Entwicklung gemacht: Im Oktober 2008 waren erst 1,2 Millionen Menschen in Deutschland beim heutigen Marktführer registriert.

Weltweit zählt Facebook über 600 Mitglieder und hat damit alle Konkurrenz hinter sich gelassen. Der Umsatz wird auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt. Für nächstes Jahr plant das Unternehmen den Gang an die Börse. Nach dem jüngsten Hype um den Börsengang des Karrierenetzwerks LinkedIn, das mit seinen 100 Millionen Mitgliedern aus dem Stand seinen Wert auf fast neun Milliarden Dollar mehr als verdoppelt hatte, könnte Facebook durchaus für Überraschungen sorgen.

Kommentare zu " Eric Schmidt: Facebook ist Eric Schmidts Nemesis"

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  • Facebook, was für eine Idee?

    Es gibt mehr Foren, wie Facebook, die gleich sind. Z. B.
    Wer kennt wen, u. ä.. Nur die Amis schaffen es altes als
    neu zu verkaufen und damit Geld zu machen.

  • "Weltweit zählt Facebook über 600 Mitglieder..."
    äh ja..davon hab ich 518 als Freunde xD

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