
SAN FRANCISCO. Der Chef von Google muss gehen. In einer überraschenden Personalrochade übernimmt Google-Mitgründer Larry Page das Amt des CEO von Eric Schmidt und damit die Leitung des Webkonzerns. Schmidt, CEO seit 2001, wird ab Anfang April das Amt eines Executive Chairman übernehmen und damit den Verwaltungsrat leiten.
Mitgründer Sergey Brin wird sich die Produktentwicklung kümmern. "Wir sehen darin einen Beweis, dass die Gründer weiterhin voll engagiert bleiben", sagte Citigroup-Analyst Mark Mahaney der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das sei sehr positiv zu bewerten.
Google meldete die Änderungen an der Spitzen der Börsenaufsichtsbehörde SEC. Dabei wurde bekannt, dass sich Schmidt auch von einem kleinen Teil seiner Google-Aktien trennen will. „Eric hat vor, 534 000 Aktien zu verkaufen“, heißt es in der Meldung an die SEC. Dies entspricht zum gegenwärtigen Börsenkurs einem Wert von 334 Millionen Dollar. Macht Schmidt von dieser Option in vollem Umfang Gebrauch, würde sich sein Anteil am Unternehmen von 2,9 auf 2,7 Prozent verringern.
Zum Verhängnis könnte dem langjährigen Google-Chef die Aktienkursentwicklung und Probleme im wachsenden Markt für Social Networks geworden sein.
Im Jahresverlauf 2010 konnte die Google-Aktie nur wenig mehr als fünf Prozent gewinnen. Das ungebremst wachsende Netzwerk Facebook wird dagegen zu einer ernsten Gefahr für Googles Geschäftsmodell: die Suche und die Werbefinanzierung. Rückschläge musste Schmidt auch bei seinem Prestige-Projekt Google TV hinnehmen.
Zur Elektronikmesse CES in Las Vegas im Januar bat Google seine Partner, keine neuen Geräte mit der Google-TV-Software zu zeigen, die Software musste überarbeitet werden. Verschätzt hat sich Schmidt, der bis 2009 im Board von Apple saß, offenbar auch im Markt für Tablet-PC. Während mit Hochdruck am Netbook-Betriebssystem Chrome OS gearbeitet wurde, überrannte Apples iPad den Markt. Googles Antwort darauf, eine angepasste Version des Smartphone-Erfolgs Android, ist noch immer nicht fertig.
Die Gewaltenteilung durch den Führungswechsel soll die Entscheidungswege verkürzen und die Verantwortungsbereiche im Top-Management klarer abgrenzen, teilt Google in seinem offiziellen Blog mit.
Na, dass passt doch perfekt zum Google-Algorythmus:
Die beeinflussung des Rankings (stell die eigenen Links immer schön nach oben ^^) zeigt, dass man - wie in fast jedem business - ganz einfach die Kontrolle behalten und Eigennützigkeit nicht abgeben möchte. Larry ... ihr wart noch nie ausschließlich die Guten, auch wenn ihr es schafft, der Welt dies glauben zu machen.
http://www.golem.de/1101/80859.html
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