Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg über Loyalität von Unternehmen, Auslagerung von Produktion und Handy-Fusionen
„Wir werden immer mehr kommunizieren“

Zur Verlagerung von Produktionskapazitäten von Schweden ins Ausland gibt es nach Ansicht von Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg keine Alternative. Nur auf diesem Wege ließen sich Wachstum und Wohlstand sichern, sagte Svanberg dem Handelsblatt.

Herr Svanberg, einer Ihrer Konkurrenten, Siemens, hat laut über eine Auslagerung von Produktionskapazitäten nach Osteuropa nachgedacht. Was sagen Sie dazu?

Wir haben das bereits gemacht. Wir machen heute generell in Schweden die Entwicklung und Forschung und starten die Vorproduktion. Die Produktion lagern wir an andere Unternehmen aus. Diese Zulieferer haben größtenteils ihre Produktion im Baltikum, in Osteuropa und vor allem in Asien.

Ist dies das Modell der Zukunft in Europa?

Für Ericsson ist es ein Modell. Hätten wir das nicht so gemacht, hätten wir nicht überlebt. Wir hatten keine Wahl. Wir alle stehen vor einer großen Herausforderung: Wir müssen überlegen, wie wir Wachstum und Wohlfahrt sichern. Ich glaube, die Politiker müssen den Trend sehr, sehr Ernst nehmen.

Sind Sie für Mindeststeuersätze in Europa?

Wir Unternehmen bewegen uns in einer offenen Welt. Wir können vielleicht in Randbereichen loyal gegenüber unserem Land sein, aber im Wesentlichen müssen wir unsere Firmen so effektiv wie möglich führen. Die Politiker müssen erkennen, in was für einer Welt wir leben.

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