Erlös des Gesamtkonzerns sinkt wegen Teilverkäufen
Musik bringt Vivendi überraschend Zuwachs

Der Medienkonzern Vivendi Universal hat im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang verzeichnet, der jedoch moderater ausfiel als von Analysten erwartet. Grund für die bessere Entwicklung waren das völlig überraschende Wachstum in der Musik- Sparte sowie die Einnahmen aus dem Mobilfunkgeschäft.

HB LONDON/PARIS. Im Vierteljahr sank der Umsatz auf 5,42 Mrd. Euro von 6,13 Mrd. Euro im Vorjahr, wie das franzö- sisch-amerikanische Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 5,22 Mrd. Euro gerechnet. Als Grund für den Rückgang nannte Vivendi vor allem den schwachen Dollar sowie die Trennung von einer Reihe von Geschäftsbereichen. Auf vergleichbarer Basis und bei konstanten Wechselkursen hätte sich ein Umsatzanstieg von sechs Prozent ergeben.

Im Rahmen der seit rund zwei Jahren laufenden Restrukturierung hat sich Vivendi jüngst von einer Reihe von Unternehmensbereichen getrennt, um die Schulden in Milliardenhöhe abzubauen. Diese hatte der frühere Konzernchef mit einer Reihe von Firmenzukäufen angehäuft, was das Unternehmen an den Rand des Ruin gebracht hatte. Im zweiten Quartal fand eine Reihe von Umsätzen entsprechend keine Berücksichtigung mehr, etwa von Vivendi Universal Entertainment. Dieses war im Mai mit dem US-Sender NBC zusammengegangen. Die positive Entwicklung im Musik- und Mobilfunkgeschäft reichte nicht aus, um die Ausfälle auszugleichen.

So verzeichnete die Musiksparte Universal Music – der weltgrößte Musikkonzern – ein Umsatzplus im Quartal und zwar um zwei Prozent auf 1,09 Mrd. Euro. Analysten wollten aber noch nicht von einer Trendwende in der durch das illegale Herunterladen von Musik aus Web gebeutelten Branche sprechen. „Wir müssen auf die nächsten Quartale warten, um zu sehen, ob dies ein nachhaltiger Trend ist“, sagte Mark Harrington, Analyst bei Bear Stearns. Der mehrheitlich zu Vivendi gehörende Mobilfunkbetreiber SFR Cegetel – der zweitgrößte in Frankreich – steigerte den Umsatz um zwölf Prozent auf 2,055 Mrd. Euro.

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