Ermittlungen wegen Bilanzbetrugs
Computer Associates einigt sich mit SEC

Das US-Sicherheitssoftwareunternehmen Computer Associates zahlt 225 Millionen Dollar (182 Millionen Euro), um die seit zwei Jahren laufenden Ermittlungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wegen Bilanzbetrugs beizulegen. Das gab Richter Leo Glasser vom US-Bundesdistriktgericht in Brooklyn (New York) am Mittwoch bekannt.

HB NEW YORK. Das US-Sicherheitssoftwareunternehmen Computer Associates zahlt 225 Millionen Dollar (182 Millionen Euro), um die seit zwei Jahren laufenden Ermittlungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wegen Bilanzbetrugs beizulegen. Das gab Richter Leo Glasser vom US-Bundesdistriktgericht in Brooklyn (New York) am Mittwoch bekannt.

Computer Associates hat zugestimmt, einen unabhängigen Experten für die Überwachung seiner Bilanzpraktiken einzusetzen. Zuvor hatte das Unternehmen seinen ehemaligen Chef Sanjay Kumar abgesetzt. 15 weitere Spitzenmanager wurden entweder entlassen oder haben gekündigt. Gegen Kumar wurde zugleich am Mittwoch wegen Aktienbetrugs und Justizbehinderung Strafanzeige erhoben.

Der weltweit viertgrößte Softwarehersteller Computer Associates (CA) hat nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC über Jahre Umsätze falsch ausgewiesen und Bilanzprüfungen behindert. „Hochrangige frühere CA-Mitarbeiter und andere Angestellte haben mittels weit verbreiteter Praktiken Umsätze fehlerhaft verbucht“, hieß es in einer am Mittwoch an Journalisten verteilten vorläufigen Stellungnahme der SEC. Die falschen Bilanzierungen seien für den Zeitraum vom vierten Geschäftsquartal 1998 bis zum zweiten Vierteljahr 2001 festgestellt worden. CA habe zudem Untersuchungen der SEC behindert und wichtige Dokumente zurückgehalten. Kumar war in dieser Zeit Chef. Die Ernennung eines Nachfolgers steht noch aus.

Vor fast drei Jahren hatte der Bilanzskandal um den mittlerweile zusammengebrochenen Energiehändler Enron das Vertrauen der Investoren in die Unternehmenskultur der USA schwer erschüttert. Kurze Zeit hatten milliardenschwere Fehlbuchungen beim inzwischen insolventen Telekommunikationskonzern Worldcom für weiteres Misstrauen der Anleger gesorgt und die Aktienbörsen abermals auf Talfahrt geschickt.

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