Erst 2004 schwarze Zahlen angestrebt
Pixelpark-Gründer Neef nicht entlastet

Der angeschlagene Internet-Dientleister Pixelpark strebt erst im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen an. Wegen weiterer „Restrukturierungsaufwendungen“ werde die Gewinnschwelle 2003 noch nicht erreicht werden können, sagte der neue Vorstandschef Michael Riese am Dienstag auf der Hauptversammlung in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Pixelpark solle dann aber wieder ein „profitables Unternehmen“ werden. Im ersten Halbjahr hatte Pixelpark bei einem Umsatz von 6,5 Mill. € rund 4,4 Mill. € Verlust gemacht.

Firmengründer Paulus Neef ist die Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr verweigert worden. Die Aktionäre folgten am Dienstag in Berlin nahezu einstimmig einer entsprechenden Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat. Neef war im Dezember 2002 als Vorstandschef fristlos entlassen worden. An der Hauptversammlung nahm der Firmengründer, der an Pixelpark immer noch mit 17,7 % beteiligt ist, nicht teil.

Der Pixelpark-Gründer und frühere Vorstandschef Paulus Neef, früher einer der Stars am Neuen Markt, liefert sich nach seiner fristlosen Entlassung kurz vor Weihnachten 2002 eine juristische Auseinandersetzung mit dem Konzern. Neef ist selbst noch mit mehr als 17 % an Pixelpark beteiligt.

Der Streit zwischen Pixelpark und Neef wird vermutlich in diesem Herbst erstmals die Gerichte beschäftigen. Das Unternehmen will Schadenersatz von insgesamt 23 Mill. € durchsetzen. Dabei geht es um den Kauf einer Tochterfirma im Frühjahr 2000, für die Neef einen völlig überhöhten Preis gezahlt haben soll. Die Firma gehörte dem Vater seiner langjährigen Lebensgefährtin. Neef weist alle Vorwürfe zurück.

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