Erste Quartalszahlen
Der Tag der Wahrheit ist für Facebook gekommen

Heute legt Facebook erstmals seit dem Börsengang seine Quartalsbilanz vor. Wie entwickeln sich Nutzerzahlen und Umsatz? Die katastrophalen Zahlen des Spieleanbieters Zynga vom Vorabend verheißen jedenfalls nichts Gutes.
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WashingtonUm den verkorksten Börsengang von Facebook war es zuletzt ein wenig ruhiger geworden. Technische Pannen, eine überbewertete Aktie, Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC und wütende Aktionäre – solche Schlagzeilen waren eine Weile von anderen Skandalen etwa in der Bankenwelt überlagert worden. Mark Zuckerberg, der junge Gründer und Chef des sozialen Netzwerks, konnte einmal kurz durchatmen und seinen neuen Status als Multimilliardär genießen.

Am späten Donnerstagabend, wenn Facebook erstmals seit dem Börsengang im Mai seine Quartalszahlen veröffentlicht, ist es mit der Ruhe vorbei. Viele Fragen werden sich danach möglicherweise besser beantworten lassen: Wächst das Netzwerk so rasant weiter wie bisher? Und vor allem: Wie entwickeln sich die Werbeumsätze und womit kann das Unternehmen in Zukunft Geld verdienen?

Investoren erhoffen sich durch den Zwischenbericht Anhaltspunkte, ob die weit verbreiteten Zweifel am Geschäftsmodell angebracht sind oder nicht. Nicht eben beruhigend sind da die Nachrichten von Facebook-Partner Zynga, die am Mittwochabend hereinplatzten: Der Online-Spieleanbieter verpasste in seinem Quartalsbericht die Erwartungen deutlich und gab einen düsteren Ausblick auf das laufende Jahr.

Der Aktienkurs brach daraufhin im nachbörslichen Handel zwischendurch um mehr als 40 Prozent ein und riss auch die Facebook-Papiere mit sich, die fast 10 Prozent an Wert verloren. Ein böses Omen für den heutigen Tag in der Firmenzentrale im kalifornischen Menlo Park.

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Zynga's Facebook-Kommentare „verheißen nichts Gutes“

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  • Ja, der Facebook Hype ist vorbei. Man kann den Facebooksturz mit der Entwicklung des €uros vergleichen, jetzt fehlt nur noch der Zwang FB beizutreten und Zynga unter den FB-Rettungsschirm zu stellen, dann steigt der Hype wieder kurz um möglichst viele vollpfosten zum Aktienkauf zu animieren um wenig später die verblendete Masse mit Verlust im Regen stehen zu lassen. Die Hintermänner teilen sich die fette Beute, wie es einst mit der Telekomaktie und vielen anderen auch der Fall gewesen ist. Vielleicht begreifen die Kleinanleger irgendwann mal, das die Finanz-Mafia ganz legal organisiert der Masse ganz legal die Kohle aus der Tasche zieht. Das Spiel an der Börse ist nichts anderes als ein undurchschaubares und perfektes Schneballsystem mit dem die Masse immer und immerwieder erleichtert wird. Für das Drogenkartell natürlich auch eine feine Sache das schmutzige Geld blütenrein zu bekommen. Wer schön brav ist bekommt dann von einer Bank ein virtuellen Kredit, der weiterhin durch Zinsen mehr virtuelles Geld schafft... doch arbeiten müssen wird stets der geprellte sein.

    Allen ein schönes, reales und erholsames Wochenende!



  • .... und jetzt geht es richtig runter mit der "Gaukler-Aktie"

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