Erste Zahlen
Beim iPhone sieht's übel aus

Die Erwartungen an das iPhone, das neuartige Touchscreen-Handy von Apple, waren hoch. Schon vor dem Start wurde dem Mobiltelefon Kultstatus zugesprochen, ist es doch mit dem MP3-Klassiker iPod verwandt. Erste Zahlen zum Verkauf lassen aber Schlimmes erahnen.

HB NEW YORK. Der exklusive Vertriebspartner AT&T erklärte am Dienstag bei der Vorlage seiner Geschäftsbilanz für zweite Quartal, an den ersten beiden Verkaufstagen lediglich 146 000 iPhone-Käufer freigeschaltet zu haben. Einige Experten hatten mit bis zu 500 000 verkauften Telefonen gerechnet.

Apple-Anleger reagierten geschockt: Die Aktie fiel um mehr als 6 Prozent, auch AT&T-Papiere gaben etwas nach. AT&T konnte die Börsianer auch mit der Aussage wenig beruhigen, dass die Nachfrage nach dem iPhone weiter hoch sei. Auch Analysten gaben zu bedenken, dass möglicherweise weit mehr der Telefone verkauft wurden als von AT&T genannt. Viele Käufer hätten Probleme bei der Aktivierung gehabt und ihre Telefone daher erst einige Tage später freischalten können.

Da das Gerät am 29. Juni auf den Markt gekommen ist, werden erst die nächsten Quartalszahlen einen umfassenden Überblick über die Nachfrage nach dem iPhone liefern. Apple will schon im Laufe des Mittwochs in seinem eigenen Quartalsbericht Einzelheiten nennen.

Unter dem Dämpfer der iPhone-Euphorie litten auch die Aktien des deutschen Zulieferers Balda, der das Touchscreen für das Handy herstellt. Die Papiere gaben am Dienstag um mehr als 6 Prozent auf unter 9 Euro nach, nachdem sie an den ersten iPhone-Verkaufstagen auf 12 Euro gestiegen waren. Hunderte Fans hatten vor den Läden kampiert, um eines der ersten Apple-Mobiltelefone zu ergattern.

Den Gewinn von AT&T im abgelaufenen Vierteljahr bis Ende Juni beeinflusste der Verkaufsstart des iPhone noch nicht: Dank eines starken Internet- und Mobilfunkgeschäfts legte der Konzern beim Gewinn im Frühjahr deutlich zu. Mit einem Anstieg des Nettoergebnisses um mehr als 50 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar übertraf AT&T die Markterwartungen. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf etwa 30 Mrd. Dollar. AT&T setzt angesichts eines Rückgangs im traditionellen Festnetzgeschäft auf Internet und Mobilfunk. Die Mobilfunk-Sparte gewann 1,5 Mill. Kunden hinzu. Damit nutzen nunmehr insgesamt 63,7 Mill. Menschen AT&T-Handydienste.

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