Erstes Geschäftsquartal mit 509 Millionen Dollar Nettogewinn abgeschlossen
Oracle macht Gewinnsprung

Der US-Software-Konzern Oracle hat in seinem ersten Geschäftsquartal einen Umsatz- und Gewinnsprung verbucht. Die Geschäfte mit Datenbank-Software liefen bestens. Probleme bereitet allerdings das Segment Anwendungs-Software.

HB SAN FRANCISCO. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres von Juli bis August sei ein Nettogewinn von 509 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie erwirtschaftet worden, teilte der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Das ist ein Anstieg um knapp 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor einem Jahr war ein Nettogewinn von 440 Millionen Dollar oder acht Cent pro Anteilschein ausgewiesen worden. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen etwas niedrigeren Gewinn von neun Cent je Aktie und einen etwas höheren Umsatz von 2,23 Milliarden Dollar erwartet. Oracle-Aktien legten an der Nasdaq von 10,55 Dollar bei Handelsschluss auf nachbörslich 11,05 Dollar zu.

Oracle-Chef Larry Ellison machte in einer Erklärung insbesondere den Verkauf von Datenbank-Software für den Gewinn- und Umsatz-Anstieg verantwortlich. In den vergangenen drei Quartalen habe der Absatz um 17 Prozent zugenommen. Etwa 80 Prozent des Geschäfts von Oracle geht auf dieses Segment zurück. Das Unternehmen ist Marktführer in diesem Bereich.

Sorgenkind von Oracle ist das Segment Anwendungs-Software für Unternehmen und andere Großkunden. Die Geschäfte laufen nur schleppend. Oracle ist nur Nummer drei in diesem Markt hinter der deutschen SAP und Peoplesoft. Um seine Stellung zu verbessern, versucht das Unternehmen seit Juni 2003 Peoplesoft zu schlucken. Peoplesoft hatte aber alle Oracle-Offerten abgelehnt. Zuletzt hatte Oracle rund 7,7 Milliarden Dollar für den Konkurrenten geboten.

Gegen die feindliche Übernahme hatten sich auch die US-Wettbewerbshüter ausgesprochen, weil sie eine marktbeherrschende Stellung befürchten. In der vergangenen Woche hatte Oracle sich in dem Kartellstreit vor Gericht durchgesetzt. Eine Übernahme von Peoplesoft müsste jedoch auch von der Europäischen Union abgesegnet werden.

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