Erstes Halbjahr
Springer tritt auf der Stelle

Eine umfassende Einkaufstour und hohen Investitionen haben dem Medienkonzern Axel Springer bislang kaum etwas gebracht. Die Fortschritte des Unterehmens im ersten Halbjahr 2007 hielten sich in Grenzen.

dpa-afx BERLIN. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht von 1,172 auf 1,208 Mrd. Euro kletterte, bewegte sich das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) mit 177,8 Mill. Euro etwa auf Vorjahresniveau.

Der Überschuss ging von 111,4 auf 88,8 Mill. Euro zurück. Hier hatte Springer im Vorjahr aber von einem Sonderertrag aus Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 22,4 Mill. Euro profitiert. Bemerkbar machten sich vor allem deutlich höhere Investitionen. Nach gerade einmal 17,8 Mill. Euro im Vorjahr schwoll das Volumen auf 532,2 Mill. Euro an.

Nach der gescheiterten Übernahme des TV-Konzerns Prosiebensat.1 im vergangenen Jahr sieht sich Springer verstärkt nach alternativen Investments um. So verstärkte sich der Konzern unter anderem im Printbereich in der Schweiz, baute seine Online- sowie Postdienst-Aktivitäten aus und stieg bei der türkischen Sendergruppe Dogan TV ein. Der Auslandsumsatz wuchs im ersten Halbjahr um knapp 26 Prozent auf 233,9 Mill. Euro. Dies entsprach etwa einem Fünftel des Konzernumsatzes.

Für den Rest des Jahres gab sich das Unternehmen verhalten optimistisch. Abhängig von der weiteren Marktentwicklung und trotz weiterhin hoher Belastungen durch Anlaufverluste werde das Ebita voraussichtlich das um den Ertrag aus der Kirch-Insolvenz bereinigte Rekordniveau des Jahres 2006 wieder erreichen, hieß es. 2006 hatte Springer ein Ebita in Höhe von 340 Mill. Euro ausgewiesen. Die Anzeigen- und Vertriebserlöse sollen 2007 leicht steigen. Für den Online-Bereich peilt Springer einen Umsatz von mehr als 200 Mill. Euro an. Bis 2010 soll sich dieser Betrag mehr als verdoppeln.

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