Erwartungen der Analysten erfüllt
IBM sieht noch keine tiefgreifende Branchenerholung

Auch der US-Computerkonzern IBM enttäuscht die Investoren nicht: Das Unternehmen hat den Gewinn dank seines Dienstleistungsgeschäfts im abgelaufenen dritten Quartal um mehr als ein Drittel gesteigert und damit die Erwartungen von Analysten erfüllt. Der Umsatz blieb indes hinter den durchschnittlichen Expertenprognosen zurück.

HB NEW YORK. Eine Erholung der Branche sieht der Konzern noch nicht. Für das vierte Quartal stützte IBM die Analystenerwartungen.

Während das Unternehmen mit seinem Gewinn im abgelaufenen Quartal am Mittwoch exakt die durchschnittliche Prognose der Analysten traf, blieb es mit seinem Umsatz hinter deren Schätzungen zurück. Die IBM-Ergebnisse könnten Hoffnungen auf eine lang erwartete Erholung der Branche dämpfen, sagten Analysten. IBM-Aktien fielen nachbörslich auf 90,01 Dollar von einem Schlusskurs von 92,74 Dollar an der New Yorker Börse.

„Auch wenn es noch zu früh ist zu sagen, dass eine Erholung unmittelbar bevorsteht, sind wir zuversichtlich, dass wir sowohl von einem Anstieg der IT-Ausgaben als auch einer Konjunkturerholung profitieren werden“, sagte IBM-Chef Sam Palmisano bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal nach US-Börsenschluss. Für 2004 erwartet der Konzern, dass die Verbraucher wieder mehr Geld für Technologie-Produkte ausgeben werden. Zudem kündigte IBM an, 10 000 Stellen in seinem Dienstleistungsgeschäft schaffen.

Vor der Bekanntgabe der IBM-Zahlen hatten andere Technologie-Konzerne wie Intel und Motorola Quartalsergebnisse präsentiert, die die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. Einige von ihnen sahen das IBM-Ergebnis daher auch mit etwas Skepsis. „Es könnte der Branche einen leichten Dämpfer versetzen“, sagte John Jones von Soundview Technology, der keine IBM-Aktien im Portfolio hat. „Wir sehen positive Signale, aber sie haben keine umfassenden Auswirkungen auf Unternehmen einer Größe wie IBM.“

Der Umsatz scheine „ein bisschen schwächer zu sein, als wir erwartet haben“, sagte Branchenexperte Sunil Reddy, der IBM-Aktien im Portfolio hat. „Aber den Gewinn haben sie getroffen.“ Den Ausblick Palmisanos bewertete er als vorsichtig optimistisch.

IBM-Finanzchef John Joyce sagte, die Analystenprognosen für das vierte Quartal 2003 seien vernünftig. Analysten erwarten einen Umsatz von 25 Mrd. Dollar und einen Gewinn je Aktie von 1,51 Dollar.

Im dritten Quartal sei der Umsatz auf 21,5 Mrd. Dollar von 19,8 Mrd. Dollar vor einem Jahr ausgeweitet worden, teilte der in Armonk im US-Bundesstaat New York ansässige Konzern mit. Analysten hatten Erlöse von 21,85 Mrd. Dollar erwartet. Der schwache Dollar und Zukäufe im Bereich Dienstleistungen und Software trugen zu dem Umsatzplus bei.

Der Netto-Gewinn stieg auf 1,8 Mrd. Dollar oder 1,02 Dollar je Aktie von 1,3 Mrd. Dollar oder 0,76 Dollar pro Anteilschein vor einem Jahr. Von Reuters Research befragte Analysten hatten im Durchschnitt 1,02 Dollar Gewinn pro Aktie erwartet, bei einer Spanne zwischen 98 Cent und 1,07 Dollar. Die Gewinnsteigerung im Geschäftsbereich Technologie- Dienstleistungen habe in den drei Monaten dazu beigetragen, Verluste im Halbleitergeschäft auszugleichen, teilte der Konzern weiter mit.

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