Erwartungen übertroffen
Niederländische TPG legt bei Umsatz und Nettogewinn zu

Das niederländische Post- und Logistikunternehmen TPG hat im zweiten Quartal seinen operativen Gewinn um 30,8 Prozent unter anderem dank Kostenreduzierungen gesteigert. Der Konkurrent der Deutschen Post übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

HB AMSTERDAM. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei auf 331 Mill. € gestiegen nach 253 Mill. € im Vorjahr, teilte TPG am Montag mit. Der Nettogewinn stieg auf 188 nach 143 Mill. € bei einem um 4,2 % höheren Umsatz von 3,058 Mrd. €. Die TPG-Aktie legte am Vormittag an der Amsterdamer Börse um 1,43 % zu auf 18,47 €. „Diese starken Ergebnisse sind unter Wirtschaftsbedingungen erreicht worden, die zwar besser werden, aber immer noch gemischt sind, wenn man unsere regional verschiedenen Märkte und Bereiche betrachtet“, erklärte TPG-Chef Peter Bakker. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen operativen Gewinn von 280 Mill. € bei einem Umsatz von 3,04 Mrd. € erwartet. Den Nettogewinn hatten sie bei 167 Mill. € gesehen.

„Bei einem verbesserten Ausblick bei Post und Express kann TPG mit wachsender Zuversicht bekräftigen, dass im Jahr 2004 gute Verbesserungen bei operativem und Nettogewinn erreicht werden können“, sagte Bakker. Der Logistikbereich mit drei unterdurchschnittlichen Einheiten hat seinen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf 42 Mill. € mehr als verdoppelt.

Der Postbereich von TPG, die Koninklijke TPG Post, erreichte ein Ebitda von 232 Mill. € nach 212 Mill. € im Vorjahr. Die Gewinnspanne stieg auf 24,5 % nach 21,9 %. Bakker sagte jedoch, er glaube nicht, dass solche Margen aufrechtzuerhalten seien, da das Briefaufkommen weiterhin nachgebe. „Wir werden langsam in die Marge von 20 bis 21 % zurückfallen, ... und für die kommenden Jahren haben wir Pläne zur Kosteneinsparung, um einem weiteren Rückgang begegnen zu können“, sagte Bakker. Das Briefaufkommen ist im zweiten Quartal um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr gefallen; Hintergrund sind ein schärfer Wettbewerb, weniger Werbesendungen und das vermehrte Nutzen von Emails.

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