Erwartungen übertroffen - Optionsmanipulationen belasten
Apple zwischen Freudentaumel und Zitterpartie

Der Computerhersteller Apple hat in seinem zweiten Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinnsprung gemacht. Die Erleichterung darüber, dass die US-Finanzaufsicht zwei ehemalige Apple-Topmanager, aber weder die Firma selber noch ihren Chef Steve Jobs wegen illegaler Optionsmanipulationen verklagte, ist aber möglicherweise verfrüht.

je SAN FRANCISCO. Ex-Finanzchef Fred Anderson, der sich bereits mit der Behörde verglich, stellte Behauptungen auf, die die Hightech-Ikone Jobs immer noch vom Sockel stürzen könnten – wenngleich der Apple-Verwaltungsrat sich sofort vor Jobs stellte. Den Anlegern Trost spenden können wiederum die Apple-Quartalsergebnisse, die nach Börsenschluss am Mittwoch verkündet wurden.

Der Konzern steigerte im zweiten Quartal seines laufenden Finanzjahres den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 88 Prozent auf 770 Mill. Dollar oder 87 Cents pro Aktie. Der Umsatz wuchs von 4,36 auf 5,26 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit 64 Cents Gewinn pro Anteil und 5,17 Mrd. Dollar an Erlösen gerechnet. Apple konnte die Brutto-Gewinnmarge gleichzeitig von 29,8 auf 35,1 Prozent und damit deutlicher als angenommen ausweiten.

Das Unternehmen lieferte im Quartal gut 1,5 Mill. Macintosh-Computer aus, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. „Macs gewinnen weiter Marktanteile mit einem Wachstum, das drei Mal so hoch ist wie der Branchendurchschnitt“, sagte Jobs in einer Stellungnahme. Der Absatz von iPods wuchs um ein Viertel auf 10,55 Mill. Stück. 43 Prozent der Apple-Erlöse kamen aus dem Ausland. Für das laufende Quartal erwartet Apple betont konservativ wie üblich 5,1 Mrd. Dollar Umsatz und 66 Cents pro Aktie Gewinn. Die Apple-Notierung, die im regulären Handel bereits um gut zwei Prozent zugelegt hatte, stieg im nachbörslichen Handel weiter kräftig an.

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