Erwartungen übertroffen
Oracle kündigt erstmals Dividende an

Inmitten der Krise zahlt der amerikanische Software-Konzern Oracle zahlt seine erste Dividende. Für das Ende Februar abgeschlossene dritte Geschäftsquartal zahlt der Konzern fünf US-Cent je Aktie aus, teilte der SAP-Konkurrent am Mittwoch mit. Im dritten Geschäftsquartal hat der Software-Produzent die Markterwartungen übertroffen.

HB REDWOOD SHORES. Der amerikanische Software-Konzern Oracle zahlt seine erste Dividende. Für das Ende Februar abgeschlossene dritte Geschäftsquartal gibt es fünf Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Quartal fiel besser aus als von Experten erwartet. Für das vierte Quartal stellte Finanzchefin Safra Catz wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs aber Rückgänge in Aussicht.

Im dritten Geschäftsquartal verlief das Geschäft des Spezialisten für Unternehmenssoftware und Datenbanken ohne große Ausschläge: Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 5,45 Mrd. Dollar zu. Das Neugeschäft ging zwar um sechs Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar zurück, Analysten hatten aber einen doppelt so starken Rückgang erwartet. Oracle machte den Rückgang im Neugeschäft teilweise durch eine Erhöhung der Wartungskosten wett.

Der Quartalsgewinn schrumpfte um ein Prozent auf 1,33 Mrd. Dollar. Damit lag Oracle über den Erwartungen der Analysten. Grund für das besser als erwartet ausgefallene Ergebnis waren eine Steigerung des Marktanteils und eine Kostenkur. Die Zahlen seien vor allem durch die Aufwertung des Dollar gedrückt worden, betonte Oracle. So hätte es bei konstanten Währungskursen ein Umsatzplus von elf Prozent und einen Gewinnzuwachs von 14 Prozent gegeben, hieß es.

Für das laufende vierte Geschäftsquartal stellte Safra Catz weniger Geschäftsabschlüsse als üblich in Aussicht. Beim Umsatz erwartet sie einen Rückgang zum Vorjahresquartal um 17 bis 27 Prozent. Ob Oracle nun auch weiter eine Dividende zahlen werde, müsse der der Verwaltungsrat entscheiden, hieß es.

Im nachbörslichen Handel in den USA sprangen Oracle-Papiere um 6,82 Prozent auf 16,91 Dollar hoch. In Deutschland legten Papiere des Konkurrenten SAP im frühen Handel um 2,33 Prozent auf 27,49 Euro zu.

Oracle wird oft als Frühindikator für die Entwicklung im Technologiesektor betrachtet, da das Geschäftsjahr des Unternehmens zeitversetzt zur Konkurrenz angesetzt ist und es somit einen Monat vor anderen Softwarefirmen aktuelle Geschäftszahlen vorlegt.

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