Etwas besseres Marktumfeld erwartet
Reuters rechnet erst 2005 mit Umsatzzuwächsen

Nach gut zweijähriger Krise will der Nachrichten- und Informationskonzern Reuters wieder ein etwas besseres Marktumfeld spüren. Der Umsatz wird im zweiten Quartal jedoch im Kerngeschäft weiter zurückgehen.

HB FRANKFURT/LONDON. Vor allem in den USA zieht das Geschäft merklich an, auf dem für Reuters wichtigen Nachrichtenmarkt Deutschland rechnet der Vorstand dagegen nicht mit einer raschen Verbesserung der Lage. In Europa insgesamt sei ein positiver Trend aber unverkennbar, wenngleich es noch immer mehr Kündigungen als Neuverträge gebe, gab Reuters-Chef Tom Glocer am Mittwoch in London bekannt. Die Reuters-Aktie, die nach einer drastischen Talfahrt ihren Wert in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdreifachen konnte, verlor am Vormittag zwei Prozent auf 407 Pence.

„Im ersten Quartal haben wir eine spürbare Verbesserung des Marktumfeldes gesehen, besonders in den USA, wo das Neugeschäft die Kündigungen erstmals seit März 2001 übertroffen hat“, sagte Glocer. Zwar gingen die Umsätze im Kerngeschäft auch im Auftaktquartal 2004 deutlich zurück. Das Minus fiel aber etwas geringer aus als vom Vorstand und von Branchenexperten prognostiziert. Im weiteren Jahresverlauf rechnet das Management mit einem anhaltenden moderaten Aufwärtstrend, große Sprünge seien aber keineswegs zu erwarten. Umsatzzuwächse dürften frühestens wieder 2005 erzielt werden. „Ich denke nicht, dass dies die Zeit ist, den Champagner zu öffnen“, sagte Glocer.

Im ersten Quartal seien die regelmäßigen Einnahmen, bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, um 8,4 % zum gleichen Vorjahreszeitraum gesunken. Der Vorstand des weltgrößten börsennotierten Nachrichtenanbieters hatte bei diesen regelmäßigen Erlösen mit Abonnenten von Nachrichten und Finanzdaten - mit einem Anteil von mehr als 90 % das Hauptgeschäft von Reuters - zuvor einen Rückgang von etwa neun Prozent erwartet. Analysten rechneten im Schnitt mit einem Minus von 8,6 %. Die Einnahmen im Kerngeschäft bezifferte das Unternehmen auf umgerechnet mehr als 830 Mill. € (556 Mill. Pfund). Im Gesamtjahr 2003 waren die Erlöse um Sonderposten bereinigt noch um 10,2 % geschrumpft.

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