EU-Kartellverfahren
Ebay-Chef springt Google zur Seite

Missbraucht Google seine dominante Stellung, um eigene Shopping-Dienste zu fördern? Das ist einer der zentralen Punkte im Verfahren der EU-Kommission. Doch nun erhält der Konzern Unterstützung von unerwarteter Seite.
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DüsseldorfIn Kartellverfahren der Europäischen Kommission gegen den Internetriesen Google springt Ebay-Chef John Donahoe dem großen Rivalen zur Seite. „Wir sind ein starker Google-Wettbewerber im Handel“, sagte Donahoe der „Financial Times“. Die EU-Kommission wirft dem Konzern vor, seine dominante Stellung bei der Internetsuche bei den Trefferlisten – insbesondere Shopping-Ergebnissen – zu missbrauchen. Ein mögliches Bußgeld am Ende des Wettbewerbsverfahrens könnte aktuell bis zu 6,6 Milliarden Euro betragen.

Für EU-Kommissarin Margrethe Vestager wird es somit schwieriger, Google eine marktmissbräuchliche Stellung nachzuweisen. Der Konzern argumentiert, dass beispielsweise in Deutschland die Rivalen Amazon und Ebay eine viel stärkere Marktposition innehaben als Google.

In einer getrennten Untersuchung haben Europas oberste Wettbewerbshüter zudem die Dominanz von Googles Betriebssystem Android unter die Lupe genommen, das auf Smartphones und anderen mobilen Geräten läuft. Eine Entscheidung in dem Fall dürfte erst in einem Jahr fallen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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