EU-Komission senkt den Daumen
Mobilfunk-Fusion in Dänemark ist gescheitert

Die EU-Wettbewerbskommissare haben den Fusionsplänen der schwedischen Telia-Sonera und der norwegische Telenor in Dänemark eine Absage erteilt. Die Zugeständnisse der Unternehmen seien nicht ausreichend gewesen.

StockholmDie skandinavischen Telekommunikationskonzerne Telia-Sonera und Telenor geben ihre Pläne für eine Mobilfunk-Fusion in Dänemark auf. Man habe sich mit der EU-Kommission nicht auf akzeptable Bedingungen einigen können, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Telia-Sonera aus Schweden und Telenor aus Norwegen hatten sich vergangenes Jahr darauf verständigt, ihre Mobilfunk-Töchter im hart umkämpften dänischen Markt zusammenzulegen.

Doch weil damit die Zahl der Wettbewerber um einen auf drei gesunken wäre, regte sich Widerstand in Brüssel. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte, die Zugeständnisse der Konzerne seien nicht ausreichend gewesen.

Um die Kartellwächter zu überzeugen, wollten Telenor und Telia-Sonera bis zu 40 Prozent ihrer Netz-Infrastruktur verkaufen, wie aus Reuters vorliegenden Kommissionsunterlagen hervorgeht. Doch Kommissarin Vestager sagte, für sie sei der Erhalt eines vierten Mobilfunkanbieters entscheidend. Die Kommission sei auf dem Weg gewesen, die Genehmigung zu verweigern. Daraus könnten aber keine Rückschlüsse auf die geplanten Zusammenschlüsse von Hutchison Whampoa -Töchtern mit Mobilfunkrivalen in Italien und Großbritannien gezogen werden. Diese stünden bald zur Entscheidung an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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