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EU-Kommission bremst Monopolversuch von Microsoft

Die EU-Kommission hat den Versuch des US-Softwarekonzerns Microsoft gestoppt, sich eine monopolartige Stellung bei der technischen Ausstattung digitaler Kabelnetze in Europa zu verschaffen. Das Unternehmen sagte der Behörde zu, die technischen Entscheidungen der Netzbetreiber nicht zu beeinflussen, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Hintergrund der Zusage war eine Untersuchung mehrerer Microsoft-Kabelnetzbeteiligungen in der Gemeinschaft.

ddp.vwd BRÜSSEL. Nach der Zusage des Software-Unternehmens und seiner strategischen Partner, ihre "Technology Boards" abzuschaffen oder so zu ändern, dass deren Empfehlungen nicht mehr bindend sind, will die Kommission die Untersuchung demnächst abschließen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Microsoft zugesagt, seinen Anteil der gemeinsam ausgeübten Kontrolle über den britischen Kabelfernsehbetreiber Telewest in eine einfache Minderheitsbeteiligung umzuwandeln.

Die Kommission betonte, man halte die jetzt zugesagten Änderungen für ausreichend, um die laufenden Untersuchungen der Mitwirkung von Microsoft an den entstehenden digitalen Kabelmärkten in Europa zu beenden. Man wolle die Unternehmen nicht daran hindern, die neuen Microsoft-Produkte für das digitale, interaktive Fernsehen zu erwerben. Es müsse aber gewährleistet sein, dass diese neuen Techniken den Verbrauchern zu angemessenen und gleichen Bedingungen angeboten werden könnten.

Bei zwei Kabelgesellschaften, der niederländischen UPC und der portugiesischen TV Cabo, hatte die Kommission festgestellt, dass die Beteiligung von Microsoft mit der Errichtung eines gemeinsamen "Technology Board" einherging, der bindende Empfehlungen zu den von der Kabelgesellschaft zu treffenden technischen Entscheidungen abgab. Microsoft vereinbarte nun mit einem Kabelbetreiber die Abschaffung dieses Ausschusses und mit dem anderen Betreiber die Umwandlung in ein so genanntes Industrietechnik-Forum, das auch anderen Anbietern der so genannten Set-Top-Boxtechnik offen stehen wird.

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