EU-Kommission genehmigt Fusion zum zweitgrößten Musikunternehmen der Welt ohne Auflagen
Sony BMG darf jetzt Universal jagen

Mit einer Niederlage für EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti endet das Prüfungsverfahren des Zusammenschlusses der Musiksparten der Medienkonzerne Sony und Bertelsmann.

and/bas/pos/sce/tor BRÜSSEL. Nachdem noch im Februar wegen „schwerwiegender Bedenken“ eine verschärfte Prüfung eingeleitet wurde, musste die Fusion jetzt ohne Auflagen genehmigt werden. Montis Theorie der „kollektiven Marktdominanz“ zum Nachweis wettbewerbsschädlicher Fusionen hat erneut Schiffbruch erlitten.

Die betroffenen Unternehmen begrüßten die Entscheidung. Sobald die Federal Trade Commission in den USA ihre Zustimmung gibt, können sie beginnen, ihre operativen Einheiten zusammenzuführen. Laut Medienberichten wird der Zusammenschluss tausende Arbeitsplätze vernichten, die Kosteneinsparungen sollen bis zu 280 Mill. Dollar erreichen.

Rolf Schmidt-Holtz, Chef der Bertelsmann-Musiktochter BMG sieht enormes Aufwärtspotenzial durch die Fusion mit Sony Music. „Wir haben die besten Leute, die mit den Künstlern am besten umgehen“, sagt er über BMG und verweist darauf, dass das erste Halbjahr 2004 das beste der Unternehmensgeschichte gewesen sei.

Bei Sony Music Entertainment sieht es schlechter aus. Der Weltmarktanteil fiel laut Branchenverband IFPI 2003 von 13,8 auf 13,2 Prozent, während BMG von 9,6 auf 11,9 Prozent und Emi auf 13,4 Prozent zulegen konnten. Sony fiel damit auf Platz drei der Weltrangliste. Insofern kommt die Fusion sehr gelegen.

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