EU stimmt Antrag der deutschen Behörde zu
Bundeskartellamt prüft Fusion der Kabelfirmen

Das Bundeskartellamt wird die geplante Übernahme des nordrhein-westfälischen TV-Kabelnetzbetreibers Ish durch den großen Wettbewerber Kabel Deutschland prüfen. Die Europäische Kommission wolle einem entsprechenden Antrag bewilligen, hieß es in Kommissionskreisen.

Dow Jones/slo DÜSSELDORF. Eine nationale Kartellbehörde kann beantragen, einen Fusionsfall selber wettbewerbsrechtlich zu untersuchen, wenn vor allem der inländische Markt betroffen ist. Weil die Übernahme gemessen am Ish-Umsatz über einer bestimmten Grenze lag, war aber eine Anmeldung auf EU-Ebene notwendig.

Kabel Deutschland hatte im April vereinbart, die regionalen TV-Kabelbetreiber Ish, die hessische Iesy und Kabel Baden-Württemberg zu übernehmen - für insgesamt 2,7 Mrd.Euro. Die Entscheidung des Kartellamts wird für September erwartet.

Um das Geschäft zu finanzieren, begibt das Unternehmen in einem ersten Schritt eine zehnjährige Anleihe in mehreren Tranchen im Gegenwert von 700 Mill.Euro, wie das Unternehmen Ende voriger Woche ankündigte. Bei der Anleihe-Präsentation vor Investoren nannte Kabel Deutschland einige, bisher unbekannte Geschäftszahlen. Demnach steigerte der Kabelnetzbetreiber seine operative Gewinnmarge von 30 Prozent im Jahr 2001 auf 38 Prozent im vergangenen Jahr. Für die Rating-Agentur Fitch ist das eine positive Entwicklung.

Weniger gut schneidet Kabel Deutschland dagegen beim Durchschnittsumsatz pro Kunden ab: Der lag laut Fitch im vergangenen Jahr eher niedrig - bei knapp 7 Euro pro Monat. Das Unternehmen hat 9,6 Millionen Kunden bei einem Jahresumsatz von etwa einer Mrd.Euro. Mehr als 90 Prozent seiner Umsätze macht das Unternehmen mit analogem Fernsehen. Künftig sollen neue Dienste wie Digital TV und schnelles Internet stärker zum Umsatz beitragen.

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