Euro-Krise belastet
Canon stellt sich auf härtere Zeiten ein

Da der Kamerahersteller 80 Prozent seines Geschäfts im Ausland macht, beeinflusst der Yen-Kurs die Bilanz des Unternehmen maßgeblich. Wechselkursschwankungen kosteten Canon 223 Millionen Euro an operativem Gewinn.
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TokioDie europäische Schuldenkrise durchkreuzt die Geschäftsziele des japanisches Kameraherstellers Canon. Das Unternehmen kürzte am Mittwoch wegen der weggebrochenen Nachfrage aus Europa seine Jahresprognose für den Gewinn. Im zweiten Quartal legte der Überschuss verglichen zum Vorjahreszeitraum bereits deutlich schwächer als erwartet zu. Er stieg um 18 Prozent auf umgerechnet 980 Millionen Euro zu, doch das Vorjahresergebnis stand unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe. "Die weltweite Konjunkturschwäche hat sich ausgebreitet, und es sieht so aus, als ob das Wachstum sehr moderat bleiben wird", erklärte Finanzchef Toshizo Tanaka.

Canon macht rund 80 Prozent seines Geschäfts im Ausland. Daher beeinflusst der Yen-Kurs die Bilanz maßgeblich. Die europäische Schuldenkrise hat den Eurokurs zum Yen stark gedrückt, was sich bereits deutlich in den Zahlen auswirkte: Wechselkursschwankungen kosteten Canon in den drei Monaten von April bis Juni 223 Millionen Euro an operativem Gewinn.

Der Kamera- und Druckerhersteller war lange eines der profitabelsten Technologieunternehmen Japans, das bei Bedarf aggressiv Kosten senkte. Die Canon-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent verloren. Vor der Veröffentlichung der Zahlen war sie zweitweise auf den niedrigsten Stand seit März 2009 gesunken.

US-Rivale Xerox reduzierte jüngst ebenfalls seine Gewinnprognose und begründete dies mit geringeren Technologieausgaben in Europa.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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