Europäische Senderkette
Stichwort: TV-Konzern SBS

Nach dem Verkauf von Pro Sieben Sat 1 an die Finanzinvestoren KKR und Permira ist die Wahrtscheinlichkeit hoch, dass das Käuferduo den deutschen mit ihrem europäischen TV-Konzern SBS Broadcasting Europe S.a.r.l. verschmelzen. Daraus erwüchse ein neuer Riese.

HB AMSTERDAM. SBS mit Sitz in Luxemburg ist seit Ende 2005 in den Händen der Investorengruppen Permira und Kolberg, Kravis, Roberts (KKR). Sie übernahmen den Sender für 1,7 Mrd. Euro; einschließlich Schulden bezahlten sie 2,1 Mrd. Euro. Permira/KKR halten 74 Prozent der Anteile, 20 Prozent hält der Verlag der niederländischen Zeitung „Telegraaf“, 6 Prozent das Management.

Der Luxemburger Konzern ist 100-prozentiger Eigner der SBS Broadcasting Europe B.V. in Amsterdam. Dieses Medienhaus erreicht nach eigenen Angaben täglich rund 100 Mill. Menschen in Europa über 19 private Fernsehsender und 20 Bezahlsender, mehrere Radiostationen und Medienzeitschriften. Zu den Fernsehsendern gehören in den Niederlanden die Kanäle SBS6 und Veronica. In Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen betreibt SBS ebenfalls Fernsehsender, außerdem in Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Belgien.

Gegründet wurde das Unternehmen 1991 durch den US-Filmproduzenten Harry Evans Sloan als TV1. Nach Ausdehnung in Skandinavien erhielt es den Namen SBS: Scandinavian Broadcasting Systems. Als Präsident an der Unternehmsspitze steht der Schweizer Markus Tellenbach, der in Deutschland schon bei der Kirch-Gruppe und beim TV-Sender Vox war. Als Vorstandschef fungiert der Belgier Patrick Tillieux.

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