Europageschäft belastet
Tiefrote Bilanz – Balda-Aktie bricht ein

Nach dem missglückten Verkauf seines defizitären Europa-Geschäfts ist der Handyausrüster Balda 2007 noch tiefer in die Verlustzone geraten. Die Aktie brach nach der Mitteilung vorbörslich ein.

HB FRANKFURT. Unter dem Strich fiel ein Minus von 73,3 Mill. Euro an nach einem Fehlbetrag von 42 Mill. Euro im Jahr zuvor, wie die Firma aus Bad Oeynhausen am Dienstag mitteilte. Die operativen Verluste der europäischen Handyschalen-Produktion bezifferte Balda mit 32 Mill. Euro; zudem kamen 13 Mill. Euro Wertberichtigungen und 19 Mill. Euro aus Ergebnisabführungsverträgen.

Für das fortgeführte Geschäft wies Balda einen operativen Gewinn (Ebit) von 8,5 Mill. Euro aus nach einem Verlust von 17,2 Mill. Euro in 2006. Der Umsatz sei 2007 um 64 Prozent auf 257,4 Mill. Euro gestiegen.

Balda hatte die bereits veräußerte Produktion von Handyschalen zurückgekauft, um millionenschwere Nachschusspflichten gegenüber dessen Käufer, der Beteiligungsfirma Aurelius, zu vermeiden. Trotz eines schwachen Jahresauftaktes bekräftigte der Vorstand seine Planungen für 2008: Im fortgeführten Geschäft soll ein Vorsteuergewinn von 35 Mill. Dollar erreicht werden und ein Umsatz von 600 Mill. Dollar.

Nach Vorlage der Bilanz sind die Aktien von Balda am Dienstag vorbörslich eingebrochen. Beim Brokerhaus Lang & Schwarz lagen sie 8,5 Prozent unter ihrem Vortagesschluss von 2,24 Euro.

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