Eurovision Song Contest
Conchita Wurst poliert Österreichs Image auf

Die weltgrößte TV-Show besitzt einen Werbewert von 100 Millionen Euro für das kriselnde Alpenland. Die Rechtspopulisten schweigen daher zur transsexuellen Vorjahressiegerin; Bank Austria verlängert ihre Werbekampagne.
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WienAn dem Eurovision Song Contest führt in Wien kein Weg vorbei. Eine gewaltige Werbemaschine mit der letztjährigen Siegerin Conchita Wurst rollt über die österreichische Hauptstadt, um für die größte TV-Unterhaltungsshow der Welt zu trommeln. Mit dem Großereignis am 23. Mai will Österreich in Zeiten lahmender Wirtschaft und zu Hypo-Skandal sein Image aufpolieren.

Das angesehene österreichische Institut für Höhere Studien (IHS) schätzt den Werbewert des Sangeswettbewerbs auf 100 Millionen Euro. Die Bruttowertschöpfung betrage über 38 Millionen Euro. Das geht aus einer Studie des IHS hervor.

Vor allem die Hotellerie, aber auch die Werbe- und Medienbranche profitieren. Der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner rechnet zusätzlich mit 30.000 Übernachtungen. „Der Song Contest bringt für uns eine globale Bühne, um unsere zwei zentralen Stärken, nämlich die Musik in jeder Form und unsere Gastfreundschaft zusammenzubringen“, trommelt er. Schließlich wird die Show von rund 200 Millionen Zuschauern weltweit verfolgt werden.

Die weibliche Kunstfigur ist zu einer Art Botschafterin des „anderen Österreich“ abseits von Fremdenfeindlichkeit und Homophobie aufgestiegen. „Durch den Eurovision Song Contest ist auch die internationale Aufmerksamkeit auf Österreich gerichtet. Dadurch können und werden wir der Welt zeigen, dass Wien nicht umsonst die Stadt mit der höchsten Lebensqualität ist: Tolerant, weltoffen und vor allem sicher!“, sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

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