Everything Everywhere
Britische Telekom-Tochter steigert Rendite

Das Gerücht, dass die Deutsche Telekom sich aus dem Mobilfunk-Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere zurückziehen möchte, beflügelt den Börsenkurs. Doch Konzernkenner dementieren.
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London/FrankfurtEineinhalb Jahre nach dem Zusammenschluss der britischen Mobilfunkbetreiber T-Mobile und Orange kommen die Vorteile der Fusion zu tragen: Das Unternehmen, das unter Everything Everywhere firmiert und je zur Hälfte der Deutschen Telekom und France Telecom gehört, hat seine Marge beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um knapp eineinhalb Prozentpunkte auf 20,9 Prozent gesteigert. Dies teilte der Anbieter mit.

Die gestiegene Rendite hat in Finanzkreisen erneut Spekulationen angefacht, dass sich die Deutsche Telekom schon bald von ihrer britischen Beteiligung trennen könnte. Dafür spricht Analysten zufolge auch ein anderes Argument: Der Konzern suche nach neuen Einnahmequellen zum Schuldenabbau, nachdem der Verkauf der US-Mobilfunktochter Ende 2011 am Widerstand der Aufseher gescheitert ist.
Die Telekom habe bereits erwogen, einen Teil oder sogar ihre gesamte Hälfte an Everything Everywhere an die Börse zu bringen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen Branchenkenner. Die Aktion sei aber wegen des schlechten Börsenumfelds abgeblasen worden. Es werde jedoch erwartet, dass der Telekom-Anteil noch in diesem Jahr wieder auf den Markt komme.
Nach Informationen aus Konzernkreisen gilt das jedoch als unwahrscheinlich. Offiziell sagte ein Telekom-Sprecher: „Wir betrachten Everything Everywhere als langfristiges Engagement.“ Darüber hinausgehende Spekulationen werde man nicht kommentieren.
Everything Everywhere ist mit mehr als 27 Millionen Kunden britischer Mobilfunkmarktführer. Doch in Sachen Profitabilität hinkt das Unternehmen den Konkurrenten noch hinterher – trotz der Fortschritte im vergangenen Jahr.
Insgesamt lag das Ebitda 2011 bei 1,4 Milliarden Pfund (1,7 Milliarden Euro) – ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 6,2 Milliarden Pfund. slo

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  • "Weniger wahrscheinlich sei, dass France Telecom den Anteil übernehme, sagte ein anderer Banker. Der ehemalige französische Telefon-Monopolist habe dafür nicht das Geld."

    Aber im Gegensatz zur Deutschen Telekom verkaufen sie ihren Anteil auch nicht. Der Rückzug der Deutschen Telekom aus UK ist der zweite, nachdem sie schon in den USA den Schwanz eingezogen haben, wobei der Rückzug aus den USA ja bekanntermaßen kläglichst gescheitert ist, so dass man festhalten kann, dass die Deutsche Telekom selbst dazu zu blöd ist.

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