Ex-Admiral neuer Chef
Nortel muss Gewinn halbieren

Der kanadische Telekom-Ausrüster Nortel muss den Jahresgewinn 2003 um die Hälfte zusammenstreichen. Konzernchef Frank Dunn wurde am Mittwoch wegen der Bilanz-Unregelmäßigkeiten entlassen und durch Ex-Admiral William Owens (63) ersetzt.

HB NEW YORK. Der über Jahre verlustreiche einstige Börsenstar dürfte für 2003 noch einen Überschuss von rund 360 Millionen Dollar ausweisen. Die abgezogenen Beträge würden jedoch größtenteils auf die Abschlüsse der beiden Vorjahre draufgerechnet, in denen tiefrote Zahlen angefallen waren, teilte Nortel am Mittwoch mit. Für die erste Hälfte 2003 werde ein Verlust statt eines Gewinns ausgewiesen.

Angesichts der laufenden Untersuchungen könnten weder endgültige Zahlen für das vergangene Jahr, noch Ergebnisse für das erste Quartal 2004 vorgelegt werden, hieß es. Entlassen wurden auch der Finanzchef und der Rechnungsprüfer. Owens war bisher Aufsichtsratsmitglied und einst Vize-Chef des gemeinsamen Gremiums der Stabschefs der US- Streitkräfte.

Dunn hatte einen harten Sparkurs gefahren, etwa 60 000 Arbeitsplätze gestrichen und Werke stillgelegt. Die vorläufigen Zahlen im Januar wurden als Durchbruch nach den vor allem durch Abschreibungen entstandenen Milliardenverlusten der Vorjahre gefeiert. Im März musste jedoch die Bekanntgabe endgültiger Ergebnisse verschoben werden. Die Aktie brach daraufhin ein. Die Umsatzangaben seien von den Bilanzproblemen nicht betroffen, hieß es.

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