Ex-Handy-Sparte von Siemens
BenQ Mobile hadert mit der IG Metall

Der Chef von BenQ Mobile, Clemens Joos, hat der Gewerkschaft vorgeworfen, die Einstellung neuer Mitarbeiter in Deutschland zu behindern. Das Unternehmen brauche dafür Planungssicherheit, wisse aber nicht, ob die geltenden Rahmenbedingungen Bestand hätten.

HB MÜNCHEN. „Ich würde viel lieber jetzt noch einmal mehr Mitarbeiter im Standort Kamp-Lintfort einstellen“, sagte Joos dem Tagesspiegel. „Für unsere langfristige Planung und strategische Weichenstellung, die wir heute treffen müssen, brauchen wir aber eine Planungssicherheit.“

Die nächsten Gespräche mit der IG Metall sollen im Januar stattfinden. „Wir müssen wissen, ob die Rahmenbedingungen auch über den Zeitpunkt 2006 hinaus gelten, wenn der Ergänzungstarifvertrag ausläuft. Weitere Forderungen haben wir gar nicht“, sagte Joos. „Dass es bisher nicht möglich war, hierüber mit der IG Metall einen Konsens zu erreichen, bedauere ich sehr.“ Die Verzögerung koste zusätzliche Einstellungen, sagte Joos weiter. „Das finde ich sehr bedauerlich und unnötig.“

Die IG Metall hatte sich im Frühjahr 2004 in Verhandlungen mit Siemens auf weniger Geld und längere Arbeitszeiten für die Beschäftigten in Kamp-Lintfort und Bocholt eingelassen und dadurch die Verlagerung nach Ungarn verhindert. Die Vereinbarung ist befristet auf zwei Jahre.

Seit 1. Oktober gehört die frühere Handysparte von Siemens zu BenQ. Zuvor hatte es erhebliche Unsicherheiten gegeben, wie es bei der Handysparte weitergehen soll. Das hatte auch dazu geführt, dass die Netzbetreiber weniger Handys bei Siemens orderten. Inzwischen habe das neue Unternehmen das Vertrauen wieder gewonnen. „Das drückt sich in steigenden Bestellungen aus“, sagte Joos. „Wir sind so gut unterwegs, dass wir schon wieder mit Engpässen in der Produktion zu kämpfen haben. Das ist natürlich ein Problem, das man gerne hat.“

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