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15.05.2008 
Laut „Süddeutscher Zeitung“

Ex-Siemens-Chef Kleinfeld droht Verfahren

Im Siemens-Korruptionsskandal hat die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe) ein Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Klaus Kleinfeld eingeleitet. Kleinfeld und weiteren früheren Mitgliedern des Siemens-Zentralvorstands werde eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vorgeworfen, berichtete die Zeitung vorab.

ap MÜNCHEN. Sprecher der Staatsanwaltschaft wollten den Bericht am Donnerstagabend nicht kommentieren. Siemens wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft habe bis zu zehn Ex-Manager im Verdacht, ihre Kontrollpflichten im Konzern verletzt zu haben, darunter auch Kleinfeld, schrieb die „Süddeutsche“. Kleinfeld hatte Siemens Mitte 2007 verlassen. In der vergangenen Woche war er an die Spitze des weltweit drittgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa berufen worden.

Im schlimmsten Fall drohe Kleinfeld ebenso wie seinem Vorgänger bei Siemens, Heinrich von Pierer, eine Geldbuße in Höhe von einer Million Euro, hieß es in dem Bericht weiter. Dies sei die maximale Geldbuße, die nach dem Ordnungswidrigkeiten-Gesetz wegen Verletzung der Aufsichtspflichten gegen die Inhaber oder Vorstände von Unternehmen verhängt werden könne.

In der vergangenen Woche hatte die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sie Pierer eine Verletzung seiner Aufsichtspflicht vorwirft und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn eingeleitet hat. Darüber hinaus hatte die Behörde lediglich mitgeteilt, dass Bußgeldverfahren auch gegen „weitere ehemalige Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat“ eingeleitet worden seien, aber keine Namen genannt.

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