Exisitierende Programme sollen weiter gestärkt werden
Premiere übertrifft Marke von drei Millionen Abonnenten

„Premiere hat eine Schwelle überschritten, die psychologisch und wirtschaftlich von enormer Bedeutung ist," sagte der Chef der Pay-TV-Senders, Georg Kofler, am Montag in München. Dank eines Rekordzuwachses im dritten Quartal steht für 2005 sogar der Börsengang an.

HB MÜNCHEN. „Ab jetzt wird das weitere Umsatzwachstum verstärkt in den Gewinn einfließen und unseren unternehmerischen Spielraum kontinuierlich erweitern“, erklärte Kofler, der die Firma 2005 an die Börse bringen will, weiter.

Die in der ersten Jahreshälfte getroffene Aussage, das Unternehmen wolle bis Ende 2004 3,2 Mill. Kunden versorgen, wiederholte Kofler allerdings nicht. Traditionell ist das vierte Quartal mit ddem Weihnachtsgeschäft das stärkste von Premiere.

Per Ende September hatte der PayTV-Sender gut 3,01 Mill. Abonnenten. Hierfür sorgte ein Rekordzuwachs im Zeitraum Juli bis September von netto 116 902 Kunden - 66 % mehr als im Vorjahresquartal. Kofler kündigte an, Premiere werde nun vor allem auf eine Stärkung seiner existierenden 27 Kanäle achten. „Wir verhandeln derzeit über den einen oder anderen Themenkanal, mit dem wir unser Spektrum erweitern“, teilte er mit. „Unser Hauptaugenmerk gilt allerdings der Stärkung der exisitierenden Programme.“ Ab November werde es zudem ein speziell auf Kinder zugeschnittenes Abonnement geben.

Premiere, Teil des zusammengebrochenen Kirch-Imperiums und Hauptursache von dessen Milliardenverlusten, hatte im zweiten Quartal 2004 erstmals einen zweistelligen operativen Gewinn (Ebitda) verbucht. Unter Kofler hatte der Sender ein umfangreiches Sanierungs- und Sparkonzept durchschritten. Unter anderem trennten sich die Münchener von dem hoch defizitären Decoder-Geschäft und handelten deutlich günstigere Konditionen mit den US-Filmstudios aus.

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