Expansion soll fortgesetzt werden
Telekom Austria geht es noch gut

Für die Österreicher besteht darin eine besondere Gefahr: Wenn die Kunden vom Festnetz zum Mobilfunk wechseln, haben sie eine größere Anzahl von Anbietern zur Wahl. Hier ist vor allem die Deutsche Telekom, die im April den viertgrößten Mobilfunkbetreiber Österreichs übernommen hat, der Telekom Austria dicht auf den Fersen. Grund für die soliden Zahlen der Österreicher ist ihr Engagement in Osteuropa. Nach Ansicht der Analysten der UBS „kompensiert die Stärke im internationalen Geschäft einige Schwächen in Österreich“. Im Mobilfunk stammen bereits 63 Prozent der Kunden von einer der ausländischen Tochtergesellschaften der Telekom Austria.

Der neue Konzernchef Boris Nemsic, der gestern zum ersten Mal die Ergebnisse der ganzen Gruppe präsentierte, bekräftigte vor diesem Hintergrund seinen Willen zur Expansion. In Bosnien sei die Telekom Srpske zum Verkauf ausgeschrieben. 65 Prozent des Unternehmens sollen privatisiert werden. Es sei möglich, dass in Bosnien noch zwei weitere Mobilfunkbetreiber privatisiert würden. Nemsic rechnet mit einer Entscheidung des Parlaments darüber in etwa zehn Tagen. Eine weitere Privatisierung steht in Serbien an.

Die Österreicher hatten bei ihrer Expansionsstrategie kürzlich einen Rückschlag hinnehmen müssen, als sie in Serbien beim Verkauf des Mobilfunkbetreibers Mobi 63 überboten wurden. Das umfangreichere Aktienrückkaufprogramm dürfte insofern jetzt auch aus der Notwendigkeit entstanden sein, vorhandenes Kapital wertsteigernd einzusetzen.

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