Fabrikausbau
AMD pumpt Milliarden nach Dresden

Der US-Chiphersteller AMD wird weitere 2,5 Mrd. Dollar in seine beiden Fabriken in Dresden stecken. Vielleicht gibt es in naher Zukunft sogar ein drittes Werk. Denn AMD braucht dringend Nachschub, hat das Unternehmen doch gegenüber seinem Erzrivalen Intel Boden gutgemacht.

HB SAN FRANCISCO/DRESDEN. „Weil die weltweite Nachfrage nach AMD-Produkten steigt, erhöhen wir auf intelligente Weise unsere Fertigungskapazitäten, um die wachsenden Bedürfnisse unsere Kunden zu befrieden“, sagte AMD-Chef Hector Ruiz am Montag. Das Geld werde über einen Zeitraum von drei Jahren eingesetzt.

2 Mrd. Dollar fließen alleine in den Umbau des älteren der beiden Werke, Fab 30 genannt. Hier wird die Produktion von 200- auf 300-Millimeter-Siliziumscheiben umgestellt. Auf diesen so genannten Wafern werden die Computerchips produziert. Die neuen Maschinen erlauben es, mehr als doppelt so viele Prozessoren auf einer Siliziumscheibe zu fertigen. Mit der Investition in die Fab 30 entstehe praktisch eine völlig neue Fabrik, sagte Ruiz. Lediglich die Hülle bleibe bestehen, die alten Anlagen würden entfernt.

Die neuere Fabrik Fab 36, die erst Ende 2005 eröffnet worden ist, prodziert bereits auf 300-Millimeter-Wafern; hier werden die Kapazitäten aufgestockt. Zum dritten errichtet das Unternehmen ein neues Reinraumgebäude für Testzwecke. Hier werden die Chips auf Funktionsfähigkeit kontrolliert bevor sie in den Handel gelangen. Der Neubau kostet knapp 500 Mill. Dollar. Der Ausbau soll Ende 2007 beginnen und bis Ende 2008 abgeschlossen sein.

In den Medien war im Vorfeld der Erklärung des AMD-Chefs auch über den Bau einer dritten Fabrik spekuliert worden; die Entscheidung hierfür wird aber erst im Sommer erwartet. Dresden rechnet sich gute Chancen aus, hat AMD nach eigenen Angaben in der Stadt doch bislang schon 4 Mrd. Dollar investiert. 2 800 Arbeitsplätze entstanden bei AMD direkt, 4 000 weitere nach Unternehmensangaben bei Zulieferern in der Region.

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