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Facebook-Beschwerde: Keine Facebox mehr auf Norderney

Das mächtige soziale Netzwerk Facebook im kalifornischen Palo Alto mag keine Konkurrenz aus Ostfriesland. Dort muss die Insel Norderney nun einen neuen Namen für ihr Touristenportal suchen.

Die Insel Norderney muss sich jetzt einen neuen Namen für ihr Touristen-Portal facebox suchen. Das Deutsche Patent- und Markenamt aus München sieht eine zu große Ähnlichkeit zwischen den Begriffen facebook und facebox. Quelle: dpa
Die Insel Norderney muss sich jetzt einen neuen Namen für ihr Touristen-Portal facebox suchen. Das Deutsche Patent- und Markenamt aus München sieht eine zu große Ähnlichkeit zwischen den Begriffen facebook und facebox. Quelle: dpa

Norderney„Norderney ist viel schöner als Deutschland“, findet ein Inselbesucher. Und die 12-Jährige Nora grüßt digital den Rest der Welt: „Dies ist meine Lieblingsinsel, hier habe ich Fahrradfahren gelernt.“

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Derartige Urlaubspost schickt das Touristenportal Facebox seit zwei Jahren auf der kleinen ostfriesischen Insel ins weltweite Netz. Doch nun muss ein neuer Name her: Der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken, Facebook, mag die Namenskonkurrenz aus Ostfriesland nicht.

Der Stein des Anstoßes steht auf dem Kurplatz der Insel. Dort wurde vor zwei Jahren ein historischer Badekarren zu einem kleinen Aufnahmestudio umgerüstet: ein Tisch, eine Bank und eine Kamera, mehr nicht. Inselbesucher können seitdem kostenlos Videobotschaften aufnehmen, die bei YouTube und Facebook hochgeladen werden. „Wir treffen nur eine Auswahl und stellen das dann ins Netz“, sagt Inga Devermann, die sich um Neue Medien beim Marketing der Insel kümmert.

Facebook in Zahlen

  • Transparenz dank Börsengang

    Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

  • Schon früh profitabel

    In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. 2010 erreichte das Plus 606 Millionen Dollar, 2011 eine Milliarde Dollar. Der Umsatz stieg auf 3,7 Milliarden Dollar. Das Geschäftsjahr 2012 ist noch nicht abgeschlossen. Im vierten Quartal machte Facebook 1,6 Milliarden Dollar Umsatz, schrieb aber einen Verlust von 64 Millionen Dollar – vor allem wegen hoher Kosten für Personal und Infrastruktur.

  • Werbung als wichtigste Geldquelle

    Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei knapp unter 90 Prozent. Der Rest resultiert daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Mit Titel wie „Farmville“ oder „Cityville“ spielt hier Zynga eine wichtige Rolle.

  • Beispielloses Wachstum

    Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Mehr als eine Milliarde Nutzer sind in dem Sozialen Netzwerk aktiv. Ende 2011 waren es noch 845 Millionen.

  • Zuckerberg hat die Kontrolle

    Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

  • Dominant in aller Welt

    Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

  • Keine Chance für StudiVZ

    Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des IT-Analyse-Unternehmens Social Bakers hat Facebook hierzulande mehr als 25 Millionen aktive Mitglieder.

  • Riese Datenmengen

    Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.

Täglich hinterlassen im Schnitt 30 Insel-Fans überwiegend positive Urlaubseindrücke, geben Tipps oder bekennen ihre Liebe zur Insel. „Das ist kostenlose Werbung vom Feinsten und eigentlich unbezahlbar“, freut sich Devermann über die PR-Aktion. „Alles ist garantiert echt. Da wird gesungen, es gibt Witze, oder es quetscht sich auch mal eine ganze Familie vor die Kamera, um der Oma nach Hause zu winken.“

  • 23.10.2012, 15:02 Uhrdska

    ich bin auch für gesichtskiste gefällt mir gut

  • 23.10.2012, 14:46 UhrJerzy

    Wie schön, dass diese doofe Facebox nicht mehr den Kurplatz verschandelt. Man möchte ja im Urlaub nicht auch noch an diese Kaspern von facebook erinnert werden. Sehr gute Entwicklung, das!

  • 23.10.2012, 13:54 UhrPompom

    nein es muss Gesichts Kiste heißen
    Immer dieses Denglisch

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