Facebook-Chef kritisiert Spionage
„Regierung hat es vergeigt“

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat die US-Regierung scharf für die Internetspionage kritisiert. Er forderte mehr Aufklärung über die Aktivitäten der NSA. Auch Yahoo-Chefin Mayer äußerte Kritik.
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San FranciscoFacebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Internetspionage durch den US-Geheimdienst NSA ungewöhnlich scharf kritisiert. „Ich denke, die Regierung hat es vergeigt“, sagte er am Mittwoch auf einer Technologiekonferenz in San Francisco. Als Regierungsvertreter erklärt hätten, man spioniere keine Amerikaner aus, sei das für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Facebook nicht gerade hilfreich gewesen. „Das war echt übel.“

„Es ist mein Job und der von Facebook, alle zu schützen, die Facebook nutzen“, sagte Zuckerberg. Er wünsche sich, dass die Regierung von sich aus mehr dazu beitrage, die Sache aufzuklären. Facebook und andere Internetkonzerne wie Yahoo, Microsoft und Google fordern in der Öffentlichkeit und mit Klagen vor einem Geheimgericht, dass sie den Umfang der geheimdienstlichen Anfragen bekanntgeben dürfen. Die Internetfirmen fürchten einen Vertrauensverlust bei den Nutzern und damit letztlich geschäftliche Einbußen.

„Wenn Du Dich nicht fügst, ist es Landesverrat“, hatte Yahoo-Chefin Marissa Mayer zuvor auf der gleichen Konferenz gesagt, die von der Technologie-Website TechCrunch veranstaltet wurde. „Wir halten bei Anfragen dagegen“, versicherte sie. Mayer zeigte sich bei dem Thema aber insgesamt zurückhaltender als Zuckerberg. Bislang hatten sich vor allem die Chefjustiziare der Internetfirmen zur Internetspionage geäußert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Indignez-vous! Empört Euch! (Stéphane Hessel)
    Wer auf der Rutsche des Sarkasmus im Steilflug die Schuldenspirale mit hinuntersaust und (wider besseren Wissens?!)lachenden Auges in die Kreissäge rennt hat/sollte wohl besser keine Kinder (kriegen). Der bohäme Zynismus, welcher über diese Zustände zu verhelfen scheint, wird die Holzmichels dieser Welt noch sauer aufstoßen. Fatalismus und Zynismus - das teilnahmslose Schulterzucken - die Phrase wirst eh nix ändern, sind die Waffenbrüder derer, die unsere libral-freiheitlichen Grundrechte unter dem Deckmantel der Sicherheit tagtäglich weiter beschneiden. Sapere aude!

  • Ein Esel schimpft den anderen Langohr.

  • @ Bosch:
    Was ein Irrsinn! Nach der schwachsinnigen Logik "was hast Du denn zu verbergen?", oder in der Manier unserer Pfeife Friedrich, die ernsthaft ansagt, der Schutz der Daten obliege jedem Bürger selbst. Ja genau deswegen haben unsere (Groß-)Eltern auch keine Postkarten, sondern Briefe verschickt, weil sie zumindest in der Illusion lebten, dass der gesetzliche Schutz des Briefgeheimnisses noch von Wert war. Aber mit Ihrer fatalistischen und hybriden Häme weniger informierte, oder mit weniger "Grips" gesegnete Bürger, die unbedarft Medien dieser Gestalt nutzen, derart zu verunglimpfen birgt eine Respektlosigkeit, die klare Rückschlüsse auf Ihr Menschenbild ziehen lässt. Der von Ihnen gezogene Schluß von "naivem Umgang" mit digitalen Netzwerken auf die Wertlosigkeit von Bildung ist keine Kausalität, wie Sie es versuchen darzustellen, sondern allemal eine Korrelation. Butter bei die Fische, wenn Ihr Bildungsgrad sich derart von dem der Masse abhebt, so hüten Sie sich doch vor Pauschalisierungen und offenkundiger Abschätzigkeit gegenüber einer höchst heterogenen Masse, die Sie in einem Topf zu hirnlosem Brei einzukochen versuchen. Und nein, ich nutze FB nicht.. Frei nach einem P-Plakat: "Warum will der Staat wissen dass ich nichts zu verbergen habe?" Nach dem Beschluß auf dem G20 Gipfel über die zentrale Datenbank über Eigentum und Steuerleistung der Bürger global, sollte selbst bei einem selbstgefälligen Besserwisser wie Ihnen die Alarmglocken angehen. Schönen Tag noch

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