Facebook-Gründer
Mark Zuckerberg tröstet frustrierte Aktionäre

Der Börsengang sei „enttäuschend“ verlaufen, ansonsten werde alles gut: Beim ersten Interview nach dem IPO gab sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zerknirscht und bat die Anteilseigner um Geduld. Die Aktie reagierte.
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New YorkImmerhin, Mark Zuckerberg kann noch darüber lachen. „Geh ruhig ans Eingemachte“, sagte der Facebook-Gründer grinsend und blickte ins lachende Publikum. Soeben hatte ihn Moderator Michael Arrington auf den vermurksten Börsengang angesprochen, als geschmeidige Einstiegsfrage: „Der Aktienkurs hat 50 Prozent verloren“, sagte Arrington, Gründer des Technologieblogs Techcrunch . „Hättest Du im Nachhinein irgendwas anders gemacht?“

Der Auftritt auf der Techcrunch-Konferenz Disrupt in San Francisco am Dienstag war Zuckerbergs erstes Interview nach dem IPO im Mai. Und natürlich wollte Arrington als erstes wissen, was der Chef des Sozialen Netzwerks darüber denkt.

Zuckerberg antwortete pflichtschuldig: „Die Entwicklung der Aktie ist ganz offensichtlich enttäuschend, und wir sorgen uns um unsere Aktionäre“, sagte der 28-Jährige, wie immer mit grauem T-Shirt, Jeans und Turschuhen. Aber die Mission von Facebook, die Welt enger miteinander zu vernetzen, sei eben ein langfristiges Projekt.

Mit dem halbstündigen Interview immerhin tat Zuckerberg seinen Anteileignern schon mal einen kleinen Gefallen: Der Kurs stieg nachbörslich um mehr als drei Prozent auf rund 20 Dollar. In Erwartung des ersten öffentlichen Auftritts seit Monaten war das Papier bereits über den Tag leicht auf 19,43 Dollar geklettert. Das ist jedoch immer noch nur rund Hälfte jener 38 Dollar Ausgabepreis beim Börsengang.

Was die Anteilsscheine am Dienstag trieb, dürften unter anderem die Äußerungen Zuckerbergs zum Mobil-Geschäft gewesen sein. Versicherte er doch, dass hierauf das Augenmerk des Sozialen Netzwerks liege. Mehr als die Hälfte der rund 950 Millionen Facebook-Nutzer gehen mittlerweile auch über ihr Smartphone auf die Seite – doch das Unternehmen hat noch keinen geeigneten Weg gefunden, die Zugriffe richtig zu vermarkten. Entsprechend enttäuschend sind hier die Werbeeinnahmen, was als Hauptgrund für den Einbruch der Aktie gilt.

„In den nächsten drei bis fünf Jahren wird die zentrale Frage sein, wie gut wir uns im mobilen Bereich schlagen“, sagte nun Zuckerberg am Dienstag. Davon hänge die Entwicklung des Unternehmens ab. Facebook hatte erst im August seine viel kritisierte iPhone-App erneuert und arbeitet gerade an einer neuen Android-App. Ein genaues Datum, wann sie fertig ist, nannte Zuckerberg nicht.

Dem Bau eines eigenen Smartphones nach dem Vorbild von Google erteilte der Facebook-Chef aber  erneut eine klare Absage. „Es wäre die total falsche Strategie für uns“, sagte Zuckerberg. „Lasst uns mal annehmen, wir würden ein Telefon bauen, rein hypothetisch. Wir würden vielleicht 10 Millionen oder 20 Millionen Leute erreichen.“ Facebook wolle dagegen auf jedem Smartphone vertreten sein.

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Kommentare zu " Facebook-Gründer : Mark Zuckerberg tröstet frustrierte Aktionäre"

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  • "Mark Zuckerberg tröstet frustrierte Aktionäre"

    Also irgendwo ist er doch ein lieber Kerl. Ich haette gedacht, er hat keine Zeit dazu, weil er ja damit beschaeftigt ist, die ganze Geldflut zu bewaeltigen.

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