Facebook
Initiative gegen Falschmeldungen gestartet

Die US-Präsidentschaftswahlen wurden auch durch Falschmeldungen beeinflusst, die auf Facebook kursierten. Zur Bundestagswahl will das Netzwerk nun Vorkehrungen treffen, damit sich dies nicht wiederholt.
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Berlin Facebook hat im Vorfeld der Bundestagswahl zehntausende Konten gelöscht, die im Verdacht stehen, Falschinformationen oder irreführende Inhalte zu verbreiten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Ähnliche Aktionen hatte das weltgrößte soziale Netzwerk auch im Vorfeld der Parlamentswahlen in Großbritannien und der Präsidentschaftswahl in Frankreich unternommen. Die Löschaktionen beruhen auf einer internen Richtlinie, die im April 2017 veröffentlicht worden war. In dem Weißbuch hatte Facebook festgelegt, wie die eigenen Mitarbeiter gegen Desinformationen auf der Plattform vorgehen.

Dank der Analyse von Aktivitätsmustern sei Facebook inzwischen besser in der Lage, „unechte Konten“ zu identifizieren, ohne hierbei die eigentlichen Inhalte zu betrachten, erklärte das Unternehmen. „So erkennen unsere Systeme beispielsweise, wenn identische Inhalte wiederholt gepostet werden oder eine erhöhte Zahl an Nachrichten verschickt wird.“ Diese technologischen Fortschritte würden es Facebook ebenfalls erlauben, „die Verbreitung nicht authentischer Inhalte zu reduzieren - darunter Spam, Falschinformationen oder andere irreführende Inhalte, wie sie häufig von Personen verbreitet werden, die gefälschte Accounts betreiben.“

Nach der neuen Richtlinie arbeitet Facebook auch enger mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. So habe man zu Themen wie Sicherheit und Authentizität im Rahmen der Bundestagswahl einen direkten Kommunikationskanal zum BSI eingerichtet. Außerdem habe Facebook politische Parteien und Kandidaten auf Sicherheitsrisiken hingewiesen und konkrete Sicherheitshinweise gegeben.

Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, erklärte: „Wir wissen, dass Menschen verlässliche Informationen auf Facebook sehen möchten. Das möchten wir auch. Aus diesem Grund unternehmen wir erhebliche Anstrengungen, um Informationssicherheit zu gewährleisten und Falschinformationen dauerhaft zu bekämpfen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Schön wäre es das Ding beim Namen zu nennen. Es geht um politische Zensur zugunsten der Regierung.

    Wenn Facebook gegen Falschmeldungen vorgehen wollte, würde es sich anbieten die Profile des staatlichen Fernsehens und anderer Qualitätsmedien zu löschen. In vielen Bereichen wie Kernenergie, "Erneuerbare Energie", Einwanderung, politische Opposition, werden soviele bewusste Falschmeldungen veröffentlicht, dass es einfacher wäre die einigermassen wahrheitsnahen Artikel zu selektieren.

    Gem. Handelsblatt beschäftigt Facebook in Deutschland aktuell 650 MA in der Zensur und ist dabei die Zensur weiter auszubauen. Das entspricht etwa 1/10 der MA die weltweit in der Zensur eingesetzt werden. Ein weiteres Land in dem die Zensur ausgebaut wird ist die Türkei die dem Deutschen Vorbild folgt.

    Wenn ich mein persönliches Facebook Profil ansehe, erhalte ich nach wie vor Angebote irgendwelcher Damen und anderen Unsinn. Dagegen werden politisch regierungskritische Profile, die Profile von AfD Politikern, Schriftstellern u.v.a gerne mit dem lapidaren Hinweis des "Verstoss gegen die Richtlinien" willkürlich gelöscht.



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