Facebook
Kein Navigationsdienst, aber Promi-Seiten

Das soziale Netzwerk befindet sich im steten Wandel. Die Verhandlungen um den Navigationsdienst Waze sind jetzt wohl geplatzt. Doch in Sachen Promi-Seiten wird Facebook das Konzept von Twitter nachahmen.
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New YorkDie angeblich seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen dem sozialen Netzwerk Facebook und dem israelischen Navigationsdienst Waze über eine Übernahme sind einem Bericht zufolge geplatzt. Streitpunkt sei ein Umzug der Mitarbeiter von Waze an den Facebook-Sitz in Kalifornien gewesen, berichtete am Mittwoch der Branchendienst AllThingsD.com.

Waze, 2008 gegründet, ergänzt die Navigation um Hinweise von Nutzern über Unfälle, Baustellen oder Staus und finanziert sich über Werbung. An dem Unternehmen soll auch Google interessiert sein. Apple-Chef Tim Cook hingegen sagte auf einer von AllThingsD organisierten Konferenz in Kalifornien am Dienstag, sein Unternehmen sei nicht an Waze interessiert.

Eine Änderung sollen die Nutzer bald bei Profilen von Marken und bekannten Leuten sehen. Künftig werden sie mehr Sicherheit haben, dass ein Profil mit dem Namen eines Prominenten auch tatsächlich diesem Promi gehört. Das weltgrößte Online-Netzwerk führt ein weißes Häkchen auf blauem Kreis neben dem Namen als Erkennungszeichen für „bestätigte Seiten“ ein. Das Häkchen werde eine „kleine Gruppe“ von Berühmtheiten, Journalisten, Staatsbeamten sowie populäre Marken bekommen, kündigte Facebook am Mittwoch an. Als Beispiel wurde das Profil von US-Schauspielerin Selena Gomez gezeigt.

Der Kurzmitteilungs-Dienst Twitter pflegt schon lange ein solches System bestätigter Konten für Prominente, die ebenfalls mit einem Häkchen markiert werden. Facebook hatte sich lange dagegen gesträubt, auch wenn Experten davon ausgingen, dass Profile mit den Namen bekannter Personen mit vielen „Freunden“ von Facebook im Hintergrund auf Echtheit geprüft wurden. Dennoch passierte es gelegentlich, dass man die echten Facebook-Seiten der Prominenten nur schwer von Fälschungen unterscheiden konnte.

Facebook werde selbst auf die Prominenten zugehen, hieß es. Sie könnten sich aber auch selbst melden, wenn sie gefälschte Profile entdecken. Bei Twitter versagte das System nur gelegentlich, als beispielsweise wegen eines falsch aufgeschriebenen Benutzernamens für kurze Zeit ein Satire-Profil versehentlich für den echten Account der Ehefrau von Medienmogul Rupert Murdoch erklärt worden war.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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