Facebook offline
Soziales Netzwerk hat Schluckauf

Facebook war am am frühen Dienstagmorgen zwischenzeitlich offline. Das ist ungewöhnlich für das eigentlich sehr stabile Soziale Netzwerk – und sorgte prompt für Spekulationen.
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Mark Zuckerberg soll einmal gesagt haben, Facebook könne gar nicht abstürzen, da viel zu viele Server im Einsatz seien. Der frühe Dienstagmorgen bewies, dass ein Ausfall zumindest möglich ist. Weltweit war das soziale Netzwerk für rund 30 Minuten nur unzureichend oder gar nicht zu erreichen. Lediglich bestimmte Apps und Seiten für Beta-Tester waren offenbar noch verfügbar. Gerade beim Kurznachrichtendienst Twitter schlug das Thema hohe Wellen.

„#facebookdown“ avancierte binnen Minuten zum „Trending Topic“, also zum heiß diskutierten Thema. Aus aller Welt fragten Benutzer hier, ob sie alleine mit dem Problem dastünden, dass Facebook offline sei. Die nicht offizielle Seite „Facebookisdown.net“ verzeichnete nach eigenen Angaben ebenfalls hunderte Meldungen aus fast jedem Land, in dem das Netzwerk frei verfügbar ist.

Bei Twitter nahmen die Benutzer es mit Humor. So merkte das Blog Netzpolitik dort sarkastisch an: „In neun Monaten werden wir vielleicht einen Geburtenanstieg erleben.“ Vielfach scherzten Nutzer, ob dies nun endlich der angekündigte Weltuntergang sei. „Monty“ (@mdariani) kommentierte, dass nun die weltweite Produktivität um 180 Prozent gestiegen sei.

Für das Netzwerk selbst wird der Vorfall weniger lustig. Zwar sind offenbar keine Datenbanken und damit keine Nutzerdaten beschädigt worden. Aber die Auszeit hat dem Unternehmen ungewollte Aufmerksamkeit gebracht. Nicht nur Investoren werden wissen wollen, was den Ausfall verursacht hat. Vereinzelt wurde bei Twitter sogar die Online-Aktivistengruppe Anonymous mit dem Ausfall in Verbindung gebracht. Anhaltspunkte dafür gibt es jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Facebooks Stabilität ist einer der größten Pluspunkte des vor allem wegen seiner Datenschutzpolitik in der Kritik stehenden Unternehmens. Sollten sich berechtigte Zweifel an ihr verfestigen, dürfte sich das nicht zuletzt auf die Anteilsscheine der Kalifornier auswirken. An der Technologiebörse Nasdaq zeigte sich die Aktie in der Nacht zwangsläufig unbeeindruckt – Börsenschluss war um 22 Uhr deutscher Zeit.

 

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