Facebook-Rivale Tencent plant Milliardenzukauf in Finnland

Insidern zufolge will der chinesische Facebook-Rivale Tencent in Finnland expandieren. Ziel soll eine Mehrheitsbeteiligung an dem Spieleentwickler Supercell sein. Neun Milliarden soll die Übernahme kosten lassen.
Update: 16.06.2016 - 10:43 Uhr
Das soziale Netzwerk soll in Finnland expandieren wollen. Quelle: Reuters
Tencent

Das soziale Netzwerk soll in Finnland expandieren wollen.

(Foto: Reuters)

BerlinDer chinesische Internet-Gigant Tencent steht laut Medienberichten kurz vor der Übernahme des finnischen Spieleherstellers Supercell und will sich den Kauf rund neun Milliarden Dollar kosten lassen. Der Spieleentwickler aus Helsinki hat sich vor allem mit seinem populären Online-Spiel „Clash of Clans“ einen Namen gemacht und setzt auch finanziell erfolgreich auf mobile Games für Smartphone und Tablets. Das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ berufen sich in ihren Berichten auf mit der Sache vertraute Personen.

Seit 2013 hält der japanische Telekommunikations-Anbieter Softbank die Mehrheit an Supercell. Die Verhandlungen mit Tencent sind den Berichten zufolge schon weit fortgeschritten. Es seien auch verschiedene Co-Investoren im Gespräch, darunter die Hillhouse Capital Group aus Peking.

Diese IT-Firmen gibt es auch auf Chinesisch
Google
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Die Zensur in China erstreckt sich nicht nur auf klassische Medien oder regierungskritische Blogs, auch Unternehmen haben mit ihr zu kämpfen. So zum Beispiel die Suchmaschine Google, die sich bereits 2010 aus der Volksrepublik verabschiedete. Auch Googles neuer Mutterkonzern hat mit der Zensur zu kämpfen: Laut Medienberichten ist die Webadresse von Alphabet für Chinesen nicht zu reichen. Der Grund: Sie breche mit Konventionen.

Baidu
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Wer in China also eine Suchmaschine bemühen will, muss auf andere Angebote ausweichen. Zum Beispiel auf Baidu: Der größte chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber verliert derzeit an Ertragskraft, weil auch in China immer mehr Menschen über das Smartphone im Internet surfen, was wiederum weniger Werbeerlöse einbringt. Baidu plant Milliardeninvestitionen, um neue Dienste wie Kinokartenverkauf, Taxibestellungen oder Restaurantreservierungen zu entwickeln.

Ebay
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Wie Google hat auch das Internet-Plattform Ebay die Volksrepublik verlassen. Allerdings nicht aufgrund staatlicher Zensur, sondern wegen eines Mitbewerbers, der den US-Gigant in die Knie zwang.

Taobao
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Denn in China spielt die Plattform Taobao die Hauptrolle als Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Mit ihr der Multimilliardär Jack Ma. Der Alibaba-Chef hatte Taobao als Antwort auf Ebay 2003 entwickeln lassen, drei Jahre später machte Ebay die eigene Seite in China dicht.

Amazon
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Amazon versucht in China Fuss zu fassen und bietet eine eigene Webseite. Doch hat mit starker Konkurrenz zu kämpfen.

Tmall
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Denn mit Handelsplattformen wie Taobao oder Tmall kontrolliert Alibaba-Chef Jack Ma vier Fünftel des Handels im Internet in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Tmall bietet Unternehmenskunden eine Plattform. Im Gegensatz zu Amazon verkauft Alibaba die Waren jedoch nicht selbst, sondern bietet lediglich die Plattform für Händler und Kunden. Neben Alibaba macht auch die Online-Seite JDcom Amazon Konkurrenz.

Paypal
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Die abgespaltene Ebay-Tochter Paypal nutzen indes viele Chinesen. Doch der US-amerikanische Bezahldienst hat in der Volksrepublik einen harten Konkurrenten.

Tencent hat einen Marktwert von umgerechnet über 200 Milliarden Dollar und gehört zu den größten Internet-Unternehmen in China. Die Holding betreibt unter anderem den in China populären Messaging-Dienst WeChat sowie soziale Netzwerke und Webportale. Tencent gehört aber auch zu den führenden Anbietern von Online-Spielen des Landes. Mit der Übernahme könnte es nun auch seine Präsenz bei mobilen Spielen stärken.

  • dpa
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