Facebook
Teuer – aber nur auf den ersten Blick

Die Transaktion elektrisiert: Microsoft hat sich in einem Bieterwettbewerb gegen Google durchgesetzt. Der US-Softwareriese kauft für 240 Mill. Dollar 1,6 Prozent am internationalen Sozialnetzwerk Facebook. Aber warum ist Microsoft für so viel Geld bei Facebook eingestiegen?

PORTLAND / FRANKFURT. Das US-Unternehmen Microsoft erreicht mit den gekauften 1,6 Prozent rechnerisch einen Firmenwert von beachtlichen 15 Mrd. Dollar.

Zahlt Microsoft nicht einen viel zu hohen Preis?
Ja und Nein. Die Bewertung von Facebook in Höhe von 15 Mrd. Dollar ist in der Tat kaum nachvollziehbar. Die Firma hat einen Umsatz von etwa 150 Mill. Euro und wird in diesem Jahr wohl erstmals in der Lage sein, aus dem laufenden Geschäft so viel Mittel zu generieren, dass die Kosten gedeckt werden (Break-even beim Cash-flow). Für Microsoft, das jährlich einen operativen Cash-flow von fast 18 Mrd. Dollar erzielt, ist das aber ein überschaubares Risiko.

Was kann Microsoft mit nur 1,6 Prozent an Facebook anfangen?
Sicher kann Microsoft damit keinen Einfluss auf die Strategie von Facebook nehmen. Aber das hätte das Management um Mark Zuckerberg auch niemals zugelassen. Es will die Eigenständigkeit behalten. Mit seinem Einstieg sichert sich Microsoft aber Zugang zu eine der attraktivsten Social-Network-Seiten, über die der Konzern künftig Werbung vermarkten kann. Microsoft zielt damit auf einen Markt, der von Google dominiert wird.

Ist die Online-Werbung für Microsoft ein neues Geschäftsfeld?
Nein. Microsoft investierte jüngster Zeit massiv in den Ausbau ihrer Software für Internet-Werbung, unter anderem durch die sechs Mrd. Dollar teure Akquisition des Werbespezialisten Aquantive. Mit der Adcenter-Plattform tritt Microsoft zunehmend aggressiv gegen Googles Adsense an, liegt im Vergleich der Erlöse aber noch weit zurück.

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