Facebook übernimmt Regie
Was der WhatsApp-Verkauf für die Nutzer bedeutet

Wird WhatsApp ein Teil von Facebook? Und was passiert mit den Daten? Die Übernahme der Instant-Messaging-App durch das Soziale Netzwerk wirft viele Fragen auf. Was Nutzer jetzt wissen müssen.
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Werden Facebook und WhatsApp zusammengelegt?
Nein: „WhatsApp wird autonom bleiben und unabhängig agieren“, schreibt WhatsApp-Gründer Jan Koum in einem Blogeintrag. Das ist durchaus glaubwürdig, Facebook gewährt auch der Tochterfirma Instagram viel Freiraum, sieht man davon ab, dass eine Managerin des Mutterkonzerns das Werbegeschäft auf die Beine stellen soll.

 

Was passiert mit meinen WhatsApp-Daten? Bekommt die jetzt Facebook?
Im Gegensatz zu Facebook sammelt WhatsApp keine Angaben zu Alter, Geschlecht oder Wohnort seiner Nutzer. Allerdings greift die Anwendung auf die Liste der eigenen Kontakte zu. Die Unternehmen versichern, dass es dabei bleibt. Datenschützer rechnen indes damit, dass die Datenbanken zusammengelegt werden könnten – schon aus finanziellen Gründen. Man müsse von einer „Kapitalisierung über die personenbezogenen Daten der Nutzer“ ausgehen, sagt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, der in Deutschland für Facebook zuständig ist.

Wird WhatsApp künftig Werbung zeigen?
Der Dienst soll günstig und werbefrei bleiben, verspricht WhatsApp-Mitgründer Koum. „Er würde keine Partnerschaft zwischen unseren Unternehmen geben, wenn wir die Kernprinzipien verletzen müssten, die unsere Firma, unsere Vision und unser Produkt immer definieren werden.“ Da der Manager in den Facebook-Verwaltungsrat wechselt, wird es sich auch dafür einsetzen können. Klar ist indes, dass solche Zusagen nicht bis in alle Ewigkeit gelten.

 

Was ändert sich sonst für Nutzer?
Nichts – zumindest vorerst. Allerdings stellt sich die Frage, was Facebook mittelfristig tun wird, um den hohen Kaufpreis wieder einzuspielen. „Man muss schon extrem naiv sein, um zu glauben, dass WhatsApp langfristig das heutige Preismodell von 0,99 Dollar pro Jahr bestehen lassen wird“, sagt Ekkehard Stadie von der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. Eine Möglichkeit: „Warum sollte man nicht 1 Dollar pro Monat zahlen?“ Das ist allerdings Spekulation.

 

Welche Alternativen gibt es zu WhatsApp?
Wer jetzt Bedenken haben sollte, weiterhin WhatsApp zu nutzen, hat viele Alternativen. Line und Viber bieten beispielsweise neben dem Versand von Nachrichten, Fotos und Videos auch eine Telefonfunktion, beide funktionieren außerdem auf dem Computer. Die Netzbetreiber haben gemeinsam den Standard Joyn entwickelt, der ähnlich wie WhatsApp funktioniert, bislang aber nur wenige Anhänger hat. Die Besonderheit des schweizerischen Dienstes Threema: Die Daten werden auf dem gesamten Weg verschlüsselt. Das ist auch beim Blackberry Messenger (BBM) der Fall, den der Handyhersteller auch für Nutzer anderer Geräte geöffnet hat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hallo an alle, die wie ich auch den Zuckerbergs dieser Welt nicht ihre Daten geben wollen. unbedingt vor der Deinstallation von Whatsapp über die Funktion "Einstellung" den Account bei Whatsapp löschen. Sonst bleibt das weiterhin aktiv und Whatsapp merkt gar nicht das ihr weg seit!!!!

  • Unbegrenzter WLAN-Spass mit der Power to Wow! Was geht App?
    Die Fernsehwerbung erschlägt uns und kocht unser Hirn zu Brei. Der so
    entstandene Nährboden wird bekeimt mit allen möglichen Versprechungen der unbegrenzten Spassfreuden, die mit der gläsernen Offenlegung in weltweiten Funknetzen entstehen und von Reinigungsmittel, die den ständigen WOW-Schrei der glücklichen Konsumenten zum neuen Orgasmuslaut werden lassen. Knall, Bang, Paff
    endlich sind wir die Comic-Helden in der Putzwahn-Dimension, die wir schon immer sein wollten und die Frauen tanzen den Parket entlang bis zur endgültigen Glücksseligkeit.

    Was geht hier App, das müssen wir uns fragen. Gestern habe ich einen jungen WhatsApp-Nutzer gefragt was denn die Vorteile des Dienstes sind und wo der Unterschied zu Emailprogrammen liegt, mit denen man ebenso Nachrichten und Dateien übermitteln kann. Die Antwort war Email dauert zu lange, man muss sich beim Provider einwählen, die Emailadresse eingeben, den Anhang auswählen und abschicken. Bei WhatsApp dagegen ist alles easy und cool in der Community, ein
    Click auf die WhatsApp Buttons und ab gehts mit tausenden von Nachrichten, die jeder verschicken kann. Dank der gespeicherten und von WhatsApp vernetzten IP-Adressen und Telefonnummern der Smartphones wird den Usern endlich das gegeben was Sie schon immer wollten, sich nicht mehr alleine zu fühlen. Was im Hintergrund tatsächlich abgeht bleibt unbeachtet, mit all den gefährlichen
    Folgen für die Zukunft der Menschen.

  • Bis gestern war ich Nutzer von WhatsApp . Nach der Übernahme durch FB habe ich WA unmittelbar deinstalliert (geht ruckzuck). Nach der Deinstallation informierte ich meine WA Kontakte per sms.
    Wegen des unkontrollierten Umgangs mit Daten von Unternehmen mit Servern in Übersee wurde ich niemals Mitglied bei FB. Mit WA wäre ich das plötzlich und ungefragt geworden.
    Die Daten bei FB sind für FB und für alle möglichen Stellen nutzbar, einsehbar (was wir wissen, Snowden und Gott sein Dank).
    Welch ein Klassenunterschied: …. wir diskutieren in Europa darüber, wie lange Daten gespeichert werden dürfen (Vorratsdatenspeicherung).

    Umfragen zeigen, das 60% bis 80% die Fusion nicht akzeptieren werden. Es zeigt sich eine Absetzbewegung von WA. Ich schätze, zigtausende Deinstallationen in kürzester Zeit. Ich hoffe, die Übernahme geht nach hinten los.

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