Facebook: WhatsApp soll Milliardengrenze knacken

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WhatsApp soll Milliardengrenze knacken

Während sich die Welt noch die Augen reibt, verteidigt Zuckerberg den Kaufpreis für WhatsApp. Die einzigartige Plattform habe das Potenzial eine Milliarde Nutzer zu erreichen.
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Barcelona/New YorkEr hätte wohl noch mehr gezahlt. Zum Start der weltgrößten Mobilfunkmesse am Montag in Barcelona rechtfertigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg den hohen Kaufpreis für WhatsApp. „Ich denke, dass WhatsApp für sich genommen mehr wert ist als 19 Milliarden Dollar“, betonte er bei einer Podiumsdiskussion.

Andere Messaging-Anwendungen würden bereits 2 bis 3 Dollar pro Nutzer einnehmen, sagte Zuckerberg. Whatsapp hat derzeit 450 Millionen Nutzer, doch die Milliardengrenze kann dem Facebook-Erfinder zufolge schon bald überschritten werden. „Die Wahrheit ist, dass es sehr wenige Anwendungen gibt, die eine Milliarde Nutzer erreichen können.“

Whatsapp kündigte in Barcelona seinerseits eine neue Funktion für kostenlose Telefonate über die Anwendung an.

Der Name der Firma tauchte auch in einer kaum beachteten Mitteilung von Facebook auf: Das soziale Netzwerk schafft nach knapp vier Jahren sein eigenes E-Mail-System ab. „Die meisten Nutzer“ hätten ihre Adressen mit der Endung @facebook.com nicht aktiv gebraucht, teilte das US-Unternehmen mit.

Nach dem Kauf des Kurzmitteilungs-Dienstes Whatsapp wolle sich das Unternehmen auf die Verbesserung ihrer mobilen Nachrichtendienste konzentrieren. Die Einführung von E-Mail-Adressen für Facebook-Nutzer galt als Versuch, dem Konkurrenten Gmail das Wasser abzugraben und dessen Kunden zum Wechsel zu bewegen.

Zwei Jahre nach dem Startschuss des Projekts hatte Facebook etliche Nutzer mit der Entscheidung verärgert, die voreingestellte E-Mail-Adresse von Nutzerkonten auf diese Facebook-Adresse umzustellen, sodass Mails nicht mehr über das Alltags-Postfach bei anderen Anbietern einliefen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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