Fahrdienst im Messenger
Uber und Facebook verbünden sich

Sein Uber-Taxi direkt aus dem Chat mit Freunden bestellen – das geht jetzt mit dem Facebook-Messenger. Noch gilt das Angebot nur für Kunden in den USA. Für beide Unternehmen ist die Partnerschaft aber ein Meilenstein.

Menlo ParkDer umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber hat einen Coup gelandet: In den USA können Kunden ihren Uber-Fahrer ab sofort direkt aus dem Facebook-Messenger bestellen – und zwar, ohne eine Unterhaltung verlassen zu müssen. Das haben beide Unternehmen am Mittwoch verkündet.

Die Nutzer des Facebook-Nachrichtendienstes können direkt in der Unterhaltung mit einem oder mehreren Freunden eine Adresse auswählen und ihren Uber-Fahrer dorthin bestellen. Sie können auch ihre voraussichtliche Ankunftszeit am Treffpunkt anzeigen lassen und die Fahrtkosten mit Freunden teilen. Die Funktion soll zu einem späteren Zeitpunkt auch in anderen Ländern verfügbar machen.

Für Uber hat diese Partnerschaft so großes Potenzial, weil das Start-up seine Kundenbasis enorm vergrößern könnte. Weltweit nutzen über 700 Millionen Menschen den Facebook-Messenger. Uber lockt die Messenger-Kunden zudem mit einem Gutschein über 20 Dollar.

Erst vor kurzem hatte Uber seine Firmenbewertung auf über 60 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Das Start-up aus San Francisco erhielt Anfang Dezember laut Medienberichten weitere gut zwei Milliarden Dollar von Investoren. Die Plattform für Transportdienste betreibt eine rasante weltweite Expansion, stößt aber vielerorts auf massiven Gegenwind von Taxi-Branche und Behörden, die Uber unfairen Wettbewerb vorwerfen. In Deutschland ist das Unternehmen nur noch in Berlin und München aktiv. Das Geschäft in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart „pausiert“.

Vorbild für die neue Partnerschaft ist ein Facebook-Konkurrent aus China. Die beliebteste Nachrichtenplattform des Landes, Wechat, hat bereits seit längerem eine ähnliche Funktion. Partner ist der Uber-Rivale Didi Kuaidi. Facebook wird in China von staatlicher Seite blockiert.

Auch für Facebook ist der Schritt ein Meilenstein. Der Messenger hat seine Nutzerzahlen mehr als verdoppelt, seit er aus der eigentlichen Facebook-App ausgegliedert wurde. Das Programm. soll nicht mehr als reine Chat-Plattform dienen, sondern als Zentrale für Einkäufe und Unterhaltung.

jetzt können Nutzer etwa Geld versenden oder sich mit den Kundendiensten von Unternehmen in Verbindung setzen. In Zukunft sollen Spiele und viele weitere Dienstleistungen hinzukommen – auch von anderen Transportdiensten. So verhandelt Facebook laut US-Medienberichten etwa mit dem Uber-Konkurrenten Lyft.

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