„Farmville 2“ für unterwegs: Zynga hofft auf Smartphone-Spiele

„Farmville 2“ für unterwegs
Zynga hofft auf Smartphone-Spiele

„Farmville“-Erfinder Zynga will sich bei Handy- und Tablet-Nutzern einen Namen machen. Denn mit dem Vormarsch mobiler Geräte verblasst der Stern der Spielefirma. Die Hoffnung ruht auf der Neuauflage eines Klassikers.
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San FranciscoDer kriselnde Onlinespiele-Anbieter Zynga setzt auf seinen bekanntesten Titel, um Fuß auf Smartphones zu fassen. Unter den drei neuen Spielen für mobile Geräte wird „Farmville 2: Country Escape“ sein. Die beiden anderen sind „New Zynga Poker“ und das Wörter-Rätsel „New Words With Friends“, wie das Unternehmen am späten Montag ankündigte. Sie sollen demnächst starten.

Damit unternimmt der neue Zynga-Chef Don Mattrick einen neuen Versuch, auch auf Smartphones und Tablets zu punkten. Der „Farmville“-Erfinder war lange Zeit dank der riesigen Facebook-Plattform eine Macht bei Online-Spielen auf dem PC. Doch mit dem Vormarsch mobiler Geräte verblasste auch der Stern von Zynga, seit mehr als einem Jahr laufen die Nutzer davon. Zuletzt hatte Zynga im vierten Quartal monatlich 112 Millionen aktive Nutzer. Ein Jahr zuvor hatten die Zynga-Spiele noch 298 Millionen Nutzer im Monat angezogen. Zynga beendete 2013 mit einem Verlust von 37 Millionen Dollar.

Unterdessen wuchsen im Milliardengeschäft mit mobilen Spielen neue Schwergewichte heran. So verdiente der Entwickler des Games „Candy Crush“, King Digital Entertainment, im vergangenen Jahr 567,6 Millionen Dollar und strebt jetzt an die Börse.

Um auf mobilen Geräten zu punkten, kaufte Mattrick jüngst für 527 Millionen Dollar den Spieleentwickler NaturalMotion. Die britische Firma steht hinter Games für Smartphones und Tablets wie „Clumsy Ninja“ und ist zudem auf Grafik-Technologie spezialisiert. „Wir wissen, was wir als Unternehmen tun müssen, um Hits zu entwickeln und zu erhalten“, sagte Mattrick der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. „Farmville“ habe immer noch eine treue Spieler-Gemeinde, betonte der zuständige Zynga-Manager Jonathan Knight.

Bei „Farmville“ müssen Spieler Felder bestellen und Farmen bewirtschaften. Zynga verdient dabei das Geld mit dem Verkauf virtueller Artikel wie Saatgut oder Traktoren. Das Spiel erschien 2009 und hatte auf der Facebook-Plattform zeitweise bis zu 400 Millionen Nutzer. Inzwischen greift aber auch ein Großteil der Facebook-Mitglieder auf das weltgrößte Online-Netzwerk von Smartphones und Tablets aus zu.

Zynga war sich des Problems im mobilen Bereich zwar schon lange bewusst. Doch die Übernahme des Spiele-Studios OMGPOP machte die Lage nur schlimmer. Zynga kaufte die Firma im März 2012 auf dem Höhepunkt des Erfolgs des Bilder-Ratespiels „Draw Something“. Entsprechend hoch fiel der Kaufpreis mit 180 Millionen Dollar aus. Doch schon kurz nach der Übernahme verging den Spielern die Lust am Bilderraten. Im vergangenen Juni wurde das New Yorker Studio dichtgemacht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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